Positive Trends am Lehrstellenmarkt

Landertshammer: Ende Juli 300 Lehrverträge mehr als im Vorjahr - Modernisierung der Lehrlingsausbildung wird Spezialisierung und Mobilität erhöhen

Wien (PWK513) - Die aktuelle Statistik der Wirtschaftskammer über neu abgeschlossene Lehrverträge lässt auf eine leichte Entspannung auf dem Lehrstellenmarkt schließen. "Mit Ende Juli 2003 waren mit 22.507 registrierten Lehrverträgen um rund 300 Verträge mehr abgeschlossen und bestätigt als im Vorjahr", berichtet der Leiter der Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich, Michael Landertshammer. "Erfahrungsgemäß sind zu diesem Zeitpunkt nahezu zwei Drittel der Lehrverträge unter Dach und Fach. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr dürfte es damit heuer erstmals wieder zu einer geringfügigen Zunahme der Lehrverhältnisse kommen."

Landertshammer führt dieses "positive Ergebnis trotz angespannter Wirtschaftslage" auf die von den Wirtschaftskammern gestartete Lehrstellenoffensive, die eingeführte 1.000 Euro Lehrlingsausbildungsprämie sowie Erleichterungen bei der Sozialversicherung zurück. Weitere Impulse erwartet sich Landertshammer in den nächsten Jahren durch eine Modularisierung der Lehrlingsausbildung. Dabei schlägt die Wirtschaftskammer vor, alle Lehrberufe auf der Grundlage von Basismodulen neu zu ordnen. In darauf aufbauenden Wahlpflicht- und Zusatzmodulen wird dem zunehmenden Bedarf an Spezialisierung Rechnung getragen.

Die größten Steigerungsraten bei den Lehrvertragsabschlüssen wurden aktuell in Wien (+9,6 %), Burgenland (+6,8%) und der Steiermark mit (+4,4%) verzeichnet. Massive Rückgänge gab es in hingegen in Salzburg, wo es heuer einfach zu wenige Lehrlinge gibt, um die offenen Lehrstellen besetzen zu können. Hier zeigt sich sogar, dass auch beim AMS wesentlich mehr offene Lehrstellen gemeldet sind, als Interessenten sofort verfügbar wären. Im Tourismus beispielsweise bemüht man sich Lehrlinge aus dem benachbarten Bayern zu bekommen.

Auf die Sparten bezogen, gibt es Steigerungen im Gewerbe und Handwerk (+1,4%), im Tourismus (+7,9%) und Transport und Verkehr (+31,9%). Gewerbe und Handwerk ist mit 10.517 Lehrverträgen der größte Ausbilder vor dem Tourismus mit 3.689 registrierten Verträgen zum 31. Juli 2003. (Ne)

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