ÖAMTC: Section Control überwacht auch, ob Fahrstreifensignalisierung beachtet wird

Mit Strecken-Tempomessung werden Raser im Kaisermühlentunnel ab Donnerstag vollautomatisch erfasst

Wien (ÖAMTC-Presse) - Ab Donnerstag ist die Section Control im Kaisermühlen Tunnel auf der Donauufer Autobahn (A 22) in Wien "scharf". Tempobolzer werden ab diesem Zeitpunkt vollautomatisch erfasst. Der ÖAMTC lobt die Fairness des Section Control Betreibers, den Fahrzeuglenkern den Start des Echtbetriebes vorher anzukündigen. Dass noch nicht alle Unklarheiten zur neuen Strecken-Geschwindigkeitsmessung beseitigt sind, zeigen aber die zahlreichen Anrufe beim Club in den vergangenen Tagen. "Bei den meisten Fragen geht es um die Verwechslungssicherheit der Erfassung, den Datenschutz und die Toleranzen", berichtet ÖAMTC-Chefjurist Hugo Haupfleisch.

Der Club hat im Ausland eingesetzte Anlagen getestet und konnte keine fehlerhafte Erfassungen durch die automatischen Kameras feststellen. Was den Datenschutz anlangt, haben sowohl Betreiber als auch Polizei versichert, ein Missbrauch sei nahezu ausgeschlossen. "Mit einer größeren Mess- beziehungsweise Straftoleranz sollte lieber niemand spekulieren", rät Haupfleisch. Was viele außerdem nicht wissen: Die Anlage wird auch dafür eingesetzt, um das Befahren gesperrter Fahrstreifen festzustellen, zu dokumentieren und gegebenenfalls zu bestrafen.

"Verstoß gegen eine Fahrstreifensignalisierung" - eine solche Strafverfügung mit durchschnittlich 70 Euro flatterte schon so manchem erstaunten Kraftfahrer ins Haus. Was das beanstandete Delikt ist, darüber herrschte dann oft großes Rätselraten. "Es handelt sich um eine telematische Verkehrsleit-Einrichtung", erläutert ÖAMTC-Chefjurist Haupfleisch. Beispielsweise auf der A 22, in der Wiener Eichenstraße und an Grenzübergängen befinden sich leuchtende Überkopf-Lichtzeichenanlagen, mit der ein Fahrstreifen freigegeben oder gesperrt werden kann - je nach Bedarf oder bei vorübergehenden Hindernissen auf dem Fahrstreifen.

"Zeigt ein grüner Pfeil nach unten, darf man den unmittelbar darunter liegenden Fahrstreifen benützen", erklärt der Chefjurist des Clubs das Prinzip. "Zeigt ein blinkender gelber Pfeil nach halbrechts oder halblinks, ist auf den entsprechenden daneben liegenden Fahrstreifen zu wechseln. Sieht man ein rotes 'X', entspricht das einem Fahrverbot für diesen Fahrstreifen."

Der ÖAMTC stellte fest, dass diese "Neuerung" aus dem Jahr 1994 noch immer weitgehend unbekannt ist. Mit der Section Control wird neben dem Tempo nun auch die Einhaltung der Fahrstreifensignalisierung überwacht. Haupfleisch appelliert nun an die Betreiber, zumindest bei diesem Delikt nicht in erster Linie ans "Strafen" zu denken, sondern zunächst primär zu ermahnen. Der ÖAMTC-Chefjurist rät den Lenkern, die Fahrstreifensignale aufmerksam zu beachten: "Wer einen gesperrten Fahrstreifen benützt und deshalb einen Unfall verursacht, muss mit entsprechender Haftung rechnen."

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ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

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