ARBÖ: Kinder und Tiere keinesfalls im heißen Auto lassen - Lebensgefahr!

Pro Minute steigt Innentemperatur um ein Grad

Wien (OTS) - Der ARBÖ warnt: Lassen sie niemals ihre Kinder oder Haustiere im heißen Auto zurück - es droht Kollaps- und im schlimmsten Falls sogar Lebensgefahr! Denn pro Minute Wartezeit steigt die Innentemperatur um ein Grad - so kann selbst ein kurzer Stopp böse Folgen haben.

ARBÖ-Verkehrsmediziner Prof. Dr. Nagler: "Durch den rapiden Temperaturanstieg im Innenraum des Fahrzeuges kann es schnell zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden kommen. Aufgrund ihrer begrenzten körperlichen Kondition, sind Babys und Kleinkinder besonders hitzeanfällig und fallen schneller in Ohnmacht, ihr Kreislauf kollabiert. Lebensgefahr droht!" Ähnlich bei den Tieren, sei es nun Hund' oder Katz'.

Der große Irrtum mit dem Fensterspalt

Selbst ein leicht geöffnetes Seitenfenster kann den durch die Sonne hervorgerufenen Hitzestau im Innenraum des Wagens nicht wirklich aufhalten. "Durchschnittlich um ein Grad Celsius steigt die Temperatur pro Minute. Nach 20 Minuten erreicht die Innentemperatur über fünfzig Grad Celsius! Gefördert wird der Backofeneffekt noch durch groß dimensionierte Windschutz- und Heckscheiben. Straßenpassanten sollten unverzüglich Polizei oder Rettungsdienste alarmieren, wenn sie bei brütender Hitze im Auto eingeschlossene Kinder entdecken", so der ARBÖ-Verkehrsmediziner.

Vorsicht vor "kochenden" Kindersitzen

Der Bezugsstoff von Kindersitzen kann unter direkter Sonneneinstrahlung "kochende" Temperaturen über 50 Grad erreichen. Legen Sie deshalb eine Decke oder ein Kopftuch über den Sitz, um die direkte Bestrahlung zu vermeiden und prüfen sie mit ihrer Hand die Temperatur, bevor sie das Kind in den Sitz setzen.

Auf den Schatten ist kein Verlass!

Verlassen sie sich beim Parken auch nicht auf schattenspendende Bäume, denn die Sonne wandert weiter und nimmt früher oder später die im Auto sitzenden Kinder oder Tiere "ins Visier".

Trinken, trinken, trinken!

Lebenswichtig ist es dieser Tage, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen (mindestens zwei Liter alkoholfreie Getränke wie Säfte, Mineralwasser oder Tee). Dazu Professor Dr. Nagler: "Bei etwa 55 Grad Celsius im Auto verliert der Organismus mit der Schweißproduktion innerhalb von nur einer Stunde bis zu drei Liter Flüssigkeit. Das bedeutet für Nieren und Kreislauf eine erhebliche Belastung. Es kommt zu Schwindel, eventuell auch Herzbeschwerden, mitunter auch zu einem Hitzekollaps und Sonnenstich."

Blende mildert

Ein "heißen" ARBÖ-Tipp: Hilfreich ist eine Sonnenschutzblende aus Karton, die unter die innere Windschutzscheibe gelegt wird. Sie bewirkt einen "Hitzeverlust" im Fahrzeuginneren von bis zu 25 Grad Celsius . Silberbeschichtete Matten, die auf die äußere Windschutzscheibe gelegt werden, haben den Effekt, dass die Hitze reflektiert wird und sich die Windschutzscheibe nicht erwärmt.

Rückfragen & Kontakt:

ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Sieglinde Rernböck
Tel.: ++43-1-891 21 / 244
presse@arboe.at
Internet: http://www.arboe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR0002