August: Mehr als ein Freizeitunfall pro Minute!

Im August besteht erhöhte Verletzungsgefahr bei Kindern unter 15 Jahren! In der Ferienzeit steigt die Zahl der Verletzungen um 67 Prozent gegenüber dem Juni.

Wien (OTS) - Das Institut "Sicher Leben" prognostiziert für August 48.600 Verletzungen, die so schwer sind, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Während sich Kinder unter 15 Jahren vor allem beim Spielen und bei diversen Freizeitaktivitäten verletzen, verunfallen 15 bis 59-jährige am häufigsten beim Sport und SeniorInnen beim normalen Gehen. Bei jeder dritten Verletzung handelt es sich um einen Knochenbruch.

Kinder überdurchschnittlich betroffen
Ein Drittel der für August prognostizierten UnfallpatientInnen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, sind Kinder unter 15 Jahren. Vergleicht man dies mit dem Anteil der Kinder an Österreichs Bevölkerung, der bei rund 17 Prozent liegt, sieht man, dass Kinder überproportional häufig einen Freizeitunfall erleiden werden -nämlich fast doppelt so häufig wie erwartet. Alarmierend ist auch der Anteil der Kopfverletzungen bei Kindern. Bei jedem vierten Kind, das im August auf Grund eines Freizeitunfalls ein Spital aufsuchen muss, wird eine Kopfverletzung behandelt. Bei den 15 bis 59-jährigen liegt der Anteil der Kopfverletzungen bei sieben Prozent.

Ertrinken
Jährlich ertrinken österreichweit zwischen 80 und 90 Personen. Bei den heurigen Hitzewellen könnten es besonders viele werden. Die Medien berichten immer wieder von Todesopfern durch Ertrinken - in allen Altersgruppen. Häufig betroffen sind zum einen junge übermutige Männer, die zum Beispiel nachts schwimmen, eine gewisses Risikofreude an den Tag legen, dem Gruppendruck nachgeben oder alkoholisiert sind. Zum anderen ertrinken alleine ca. 40 Menschen jährlich, die über 50 Jahre alt sind. "Sicher Leben" empfiehlt nicht alleine zu schwimmen, eine gesunde Selbsteinschätzung und Ermüdungserscheinungen ernst zu nehmen. Des weiteren sind Kleinkinder gefährdet, die noch nicht schwimmen können.

Fenstersturz
Sommer - Sonne - Hitze - in der warmen Jahreszeit kommt man nicht drum herum die Fenster offen zu halten. Leider kommt es dabei immer wieder zu tragischen Unfällen durch Stürze aus dem Fenster - vor allem von kleinen Kindern.

"Vor allem Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren sind besonders gefährdet aus dem Fenster zu fallen. In der Phase des 'Selbermachen-Wollens' sind sie durchaus in der Lage, Tische oder Sessel zum Fenster zu schieben und so auf Fensterbänke zu klettern, während die Fenster zum Lüften geöffnet sind", weiß Dr. Rupert Kisser, Leiter des Instituts "Sicher Leben". Eltern aufgepasst:
Potenzielle Aufstiegshilfen wie Tische oder Sessel sollen aus dem Fensterbereich und von Balkonen verbannt werden. Querlatten bei Balkongittern müssen vermieden werden, weil sie eine Kletterhilfe darstellen. Bei den Fenstern, zumindest in Kinderzimmern, müssen Kindersicherungen angebracht werden!

Sommergewitter haben es in sich
So angenehm die Abkühlungen durch Regen bei derzeitigen Temperaturen sind, so sehr kann ein Sommergewitter auch Gefahren bergen. In den ersten sieben Monaten des heurigen Jahres wurden mehr Blitzentladungen gezählt (mehr als 164.000!) als jeweils in den Vergleichszeiträumen der vergangenen zehn Jahre (Quelle: ALDIS). Wer unvorbereitet von einem Gewitter in der freien Natur überrascht wird, der soll folgende Tipps beachten: Meiden Sie die unmittelbare Nähe von einzeln stehenden Bäumen und Baumgruppen, Metallzäunen, Masten und anderen "Blitzableitern", meiden Sie den Aufenthalt auf Berggipfeln und Hügeln, freiem ebenen Gelände, auf ungeschützten Fahrzeugen (wie etwa Motorräder, Fahrräder,etc.) und im Wasser.

Wandern
Der Wandersport gilt als der scheinbar "gemütliche" Sport und wird vielfach unterschätzt. Marschieren in der Natur macht nicht nur Spaß, sondern erfordert auch etwas Umsicht. "Bergwandern erfordert nicht nur die richtige Ausrüstung wie feste Schuhe, sondern auch eine ordentliche Portion Kondition. Wandern in den Bergen darf nicht mit einem Spaziergang in flachem Gebiet verwechselt werden. Herzinfarkte,

Herz-, Kreislaufversagen sowie Ausrutschen gehören zu den häufigsten Todesursachen beim Wandern. Ungeübte sollen sich nicht zu viel zumuten oder - besser - regelmäßig Bewegung betreiben.

Rückfragen & Kontakt:

Institut Sicher Leben
Pressestelle
Mag. Alexandra Ludvik
Tel.: (++43-1) 71 770/225

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