Umweltdachverband fordert: Hände weg vom Nationalpark Hohe Tauern!

Klares Nein zu naturzerstörenden Projekten im Sonderschutzgebiet Großglockner-Pasterze

Wien (OTS) - Umweltdachverband verlangt: Sondersitzung des Nationalparkrates muss klare Absage zur Sandersee-Staumauer und zur Pasterzen-Seilbahn abgeben. Umweltdachverband wird massive rechtliche Schritte gegen den größten Anschlag auf den Nationalpark einleiten.

Mit 181.500 Hektar Fläche ist der Nationalpark Hohe Tauern das größte Naturschutzgebiet Mitteleuropas. Fragt sich nur - wie lange noch! Denn jetzt planen Exponenten des Landes Kärnten den bisher größten Angriff gegen den Nationalpark: Eine 1.400 m lange Seilschwebebahn soll von der bestehenden Bergstation (Franz Josefshöhe) aus entlang der Pasterze bis unter die Hoffmannshütte Österreichs größten Gletscher erschließen. "Ein solches Projekt mitten im Herzen des Nationalparkes Hohe Tauern wäre nicht nur ein katastrophales Signal für den Naturschutz, sondern auch eine Verletzung geltender internationaler Schutzbestimmungen", wettert Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes. "Es ist mir vollkommen unverständlich, wie sorglos einzelne Mitglieder der Kärntner Landesregierung mit ihren Naturjuwelen umgehen", so Heilingbrunner - zuletzt hatte sich sogar LH Jörg Haider für die Realisierung der Gletscherbahn stark gemacht. "Zum Projekt Pasterzen-Seilschwebebahn inmitten des Sonderschutzgebietes des Nationalparkes darf es nur ein klares Nein geben", appelliert Heilingbrunner.

Umweltdachverband: Pasterzen-Seilbahnprojekt und Sandersee- Staumauer wird mit allen rechtlichen Schritten bekämpft

Doch der Nationalpark wird bekannterweise noch von anderer Seite in die Mangel genommen: Der unberührte Sandersee am Fuße der Pasterze soll für eine billige Lösung des Gletscherschliff-Problems am Margaritzenspeicher herhalten. Die Austrian Hydro Power (AHP) will dieses naturzerstörerische Projekt durchsetzen, obwohl dies gegen Kärntner Landesrecht und Europäisches Gemeinschaftsrecht verstoßen würde. Noch ein Projekt also, das in einem Nationalpark nichts verloren hat: "Die Errichtung der Staumauer am Sandersee und das Seilbahnprojekt steht im klaren Widerspruch zur bestehenden Nationalpark-Verordnung, dem Kärntner Naturschutzgesetz, der Fauna-Flora-Habitat-EU-Richtlinie, der Alpenkonvention und den IUCN-Richtlinien", ist Heilingbrunner empört.

Sondersitzung des Nationalparkrates Hohe Tauern dringend erforderlich

Fazit: Um die naturzerstörerischen Projekte endgültig vom Tisch zu wischen, fordert der Umweltdachverband eine baldige Sondersitzung des Nationalparkrates Hohe Tauern. "Der derzeitige Vorsitzende des höchsten politischen Gremiums des Nationalparkes Hohe Tauern, Tirols Landeshauptmann-Stellvertreter und turnusmäßig Vorsitzender Hannes Gschwenter, soll das politische Gremium des Nationalparkrates - dem neben LHStv. Gschwenter LH Franz Schausberger, LR Georg Wurmitzer und BM Josef Pröll angehören - unverzüglich einberufen", appelliert Heilingbrunner. "Wir fordern die Einhaltung bestehender Rechte und erwarten uns vom höchsten Nationalpark-Gremium ein klares Nein zu den zwei unsinnigen Projekten mitten im Sonderschutzgebiet des Nationalparkes Hohe Tauern".

Rückfragen & Kontakt:

Umweltdachverband
Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident
Tel. 0664/3818462.
Dr. Sylvia Steinbauer, Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 01/40 113-21,
sylvia.steinbauer@umweltdachverband.at
http://www.umweltdachverband.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OGN0001