Eisenbahner: Regierung will ÖBB in den Konkurs treiben

GdE-Vorsitzender Haberzettl: Verkehrsminister setzt Unternehmen ÖBB unter Druck

Wien (GdE/ÖGB). Mit Nachdruck lehnte der Vorsitzende der Eisenbahnergewerkschaft (GdE), Wilhelm Haberzettl, Dienstag die neuerlichen Angriffe von Verkehrsminister Gorbach und Staatssekretär Kukacka auf die ÖBB und die EisenbahnerInnen ab: Die von der Regierung beabsichtigte ÖBB-Reform werde das Unternehmen durch fehlende Infrastrukturinvestitionen in den Konkurs treiben, kritisierte Haberzettl.

Der GdE-Vorsitzende wies darauf hin, dass Verkehrs-Staatssekretär Kukacka mit seinen Äußerungen im heutigen "Kurier" neuerlich die bisherige Kritik der Gewerkschaft bestätigt habe, wonach es bei der geplanten Umstrukturierung der ÖBB nur um ein Personal- und Sozialabbauprogramm gehe: Kukacka wolle durch weitgehende Eingriffe in das Pensions- und Dienstrecht der EisenbahnerInnen Tausende ÖBB-MitarbeiterInnen abbauen. Dieser Absicht werde die Gewerkschaft ihren Widerstand entgegensetzen, sagte Haberzettl.

Haberzettl kritisierte neuerlich, dass sowohl Kukacka als auch Verkehrsminister Gorbach in Zeitungsinterviews ihren Druck auf die ÖBB-Führung verstärkt hätten: "Das ist genau das Gegenteil dessen, was vom Eigentümervertreter des größten österreichischen Verkehrsunternehmens zu erwarten wäre. Anstatt die ÖBB und ihre MitarbeiterInnen positiv zu motivieren, setzt der Verkehrsminister den ÖBB-Vorstand unter Druck und fordert schärfere Auseinandersetzungen der Unternehmensführung mit der Personalvertretung. Das ist nicht der Stil der Unternehmenskultur, wie wir ihn vom Eigentümervertreter der ÖBB erwarten", sagte Haberzettl.

ÖGB, 5. August 2003
Nr. 657

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