GLOBAL 2000 gibt Ozonalarm: Aktion gegen umweltpolitische Untätigkeit

GLOBAL 2000 fordert die längst fällige Trendwende in der Verkehrspolitik - "Nachhaltige Mobilität statt unnötiger Tempolimitdiskussion"

Wien (OTS) - Mit Staubmasken ausgerüstete Aktivisten der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 demonstrieren heute ab 11 Uhr am Wiener Getreidemarkt - zwischen Verkehrsbüro und Naschmarkt - gegen die Untätigkeit der Umweltpolitik angesichts der alarmierend hohen Ozonbelastung. "Heute wird in Ostösterreich am dritten Tag in Folge der Informationswert von 180 Mikrogramm Ozon überschritten und vielleicht die Alarmstufe erreicht. Trotz dieser Gesundheitsbelastung bleiben sowohl Minister Pröll als auch Stadträtin Kossina untätig und auf Tauchstation. Statt über Lösungen für das Ozonproblem denkt Verkehrsminister Gorbach über eine Erhöhung des Tempolimits nach. Das grenzt an Fahrlässigkeit", empört sich Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000. "Es ist unerträglich, dass empfindlichen Menschen geraten wird, ihre Aktivitäten im Freien einzuschränken, während der Hauptverursacher des Ozonproblems -nämlich der Autoverkehr - uneingeschränkt weiterrollen darf. Wir brauchen Ideen für nachhaltige Mobilität und keine unnötige Tempolimitdiskussion." Deshalb klärt GLOBAL 2000 mit einem großen Transparent "Ozonalarm" und Flugblättern sowohl Passanten als auch Autofahrer über die Ozonbelastung auf. Autofahrern wird auch eine Gebrauchsanweisung für die Benützung umweltverträglicher Verkehrsmittel ausgehändigt.

Die österreichische Bundesregierung forciert laut Generalverkehrsplan den Straßenbau und schwächt gleichzeitig die ÖBB durch massiven Stellenabbau. "Das ist der falsche Weg. Weder das Kyoto-Ziel noch eine nachhaltige Senkung der Ozonbelastung kann ohne radikale Trendwende in der Verkehrspolitik erreicht werden", ist Högelsberger überzeugt: "Die Alternativen und die Wege dorthin sind bekannt und machbar. Was aber fehlt, ist ein klares politisches Bekenntnis dazu sowie der Mut, sich von der derzeitigen autozentrierten Verkehrspolitik abzuwenden. Wenn dies nicht geschieht, müssen die verantwortlichen Minister Pröll und Gorbach - aber auch die Verantwortlichen in den Bundesländern - der Bevölkerung erklären, dass ihnen die Interessen der Autolobby wichtiger sind, als der Schutz von Gesundheit und Umwelt", so Högelsberger abschließend.

Bilder sind ab 11:30 Uhr bei GLOBAL 2000 erhältlich.

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