VP-Klucsarits: Fliegerbombenkataster soll schnell als möglich erstellen!

Diesbezügliche Fragen bei den U-Bahnverlängerungen sind zu klären!

Wien (VP-Klub): "Das Fehlen eines Fliegerbombenkatasters ist ein ganz grobes Versäumnis der Stadtregierung, das fatale Folgen für die Sicherheit dieser Stadt haben kann", betonte heute der Zivilschutzsprecher der Wiener Volkspartei, LAbg. Rudolf Klucsarits. Er forderte in diesem Zusammenhang die zuständigen Ressortleiterinnen Kossina und Brauner dazu auf, so rasch als möglich die Arbeit an einer Bestandserhebung zu beginnen.

Das tragische Ereignis, das rund um die Entschärfung einer Fliegerbombe bei einem Salzburger Bauprojekt ein Menschenleben gefordert hat, habe gezeigt, welche Gefährdung von den ungefähr 3000 in Wien noch vorhandenen Blindgängern ausgeht. Da es in der Bundeshauptstadt jährlich eine Vielzahl von Tiefbauarbeiten gibt -oft in dicht verbautem Gebiet - ist die Bevölkerung akut gefährdet. Man weiß nicht, in welchen Bauabschnitten die gefährlichen Überreste des Zweiten Weltkriegs explodieren können.

Vor allem im Zuge der U-Bahnverlängerungen, aber auch durch die zahlreichen in den nächsten Jahren durchzuführenden Kanalprojekte, kann es jederzeit zu Detonationen kommen. So lange es noch Zeitzeugen gibt, müssen die zuständigen Magistratsstellen so schnell als möglich aufgrund deren Berichte einen Verdachts-Flächenkataster erstellen, damit bei den zukünftigen Bauprojekten entsprechende Sicherheitsvorkehrungen für die Anrainer getroffen werden können. "Schließlich wird ja auch jede ehemalige Betriebsfläche, die unter Verdacht der Bodenverschmutzung steht, durch die MA 45 registriert. Noch wichtiger als diese Maßnahme ist aber - ähnlich wie bei den ca. 14.000 Altlasten-Verdachtsflächen - einmal festzustellen, wo die Bomben liegen und wie gefährlich diese sein können", betonte Klucsarits.

Der Abgeordnete kritisierte auch, dass durchaus in manchen Fällen sofortiger Sanierungsbedarf dringend notwendig sei. "Es ist unerklärlich, wie die Stadtregierung diese Problematik jahrelang einfach verschlafen hat", so Klucsarits. Als ersten Schritt verlangte der Wiener VP-Zivilschutzsprecher genaue Untersuchungen, ob im Bereich der geplanten U-Bahnverlängerungstrassen sowie dem gerade von Altlasten sanierten Tanklager Lobau nicht im Erdreich Fliegerbomben lauern, die bei den Bauarbeiten detonieren könnten.

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