Deutsche Luftwaffe übernimmt ersten Serien-Eurofighter für die Pilotenausbildung

München (OTS) - Die fliegerische Ausbildung der Luftwaffen-Piloten auf dem Eurofighter kann beginnen. Die deutsche Luftwaffe hat jetzt im EADS-Flugerprobungszentrum Manching das erste Eurofighter-Serienflugzeug für den Schulungsflugbetrieb übernommen. Dies teilte die EADS am Montag mit, die für die Endmontage und Betreuung der insgesamt 180 für die Bundeswehr verantwortlich ist. Die 87 für die spanischen Luftstreitkräfte bestimmten Flugzeuge werden bei EADS-CASA produziert. Die deutsche Luftwaffe ist der erste nationale Kunde, der das modernste Kampfflugzeug nach der in Manching am 30. Juni dieses Jahres erteilten internationalen Typenzulassung durch die Verteidigungsministerien Deutschlands, Großbritanniens, Italiens und Spaniens offiziell in den Truppendienst nimmt. Die Übernahme des ersten spanischen Serien-Eurofighters aus der Produktion von EADS-CASA wird in den nächsten Wochen erfolgen.

Die jetzt in Manching übergebene zweisitzige Maschine mit der Werknummer GT003 wird mit sechs weiteren Eurofighter-Serienflugzeugen, die in den nächsten Monaten an die Luftwaffe abgeliefert werden, zunächst in Manching für die Ausbildung von Fluglehrern des Jagdgeschwaders 73 "Steinhoff" verwendet und dann im weiteren Verlauf des Jahres an den Geschwaderstandort Rostock/Laage überführt und dort der Umschulung von Einsatzpiloten dienen. Die spanischen Luftstreitkräfte werden in 2003 insgesamt vier Eurofighter-Serienflugzeuge aus dem Endmontagewerk Getafe der EADS-CASA für die Fluglehrerschulung erhalten.

Bereits im Februar 2003 wurde der erste Serien-Eurofighter mit der Produktionsnummer GT001 an die Technische Schule 1 der deutschen Luftwaffe in Kaufbeuren ausgeliefert und wird seitdem für die Ausbildung von technisch-logistischem Fachpersonal und Wartungstechnikern eingesetzt.

Das moderne fliegende Waffensystem Eurofighter wird künftig bei der Bundeswehr die MiG-29, F-4F Phantom II und teilweise auch Tornado ablösen und bei drei Jagdgeschwadern sowie zwei Jagdbombergeschwadern für die kommenden Jahrzehnte das Rückgrat der bemannten Luftverteidigung bilden. Insgesamt 620 Flugzeuge sind bei den Luftstreitkräften Deutschlands, Großbritanniens, Italiens und Spaniens unter Vertrag. Das österreichische Bundesheer hat als erster Exportkunde 18 Eurofighter bestellt.

Die EADS ist das zweitgrößte Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsunternehmen der Welt mit einem Umsatz von Euro 29,9 Milliarden im Jahr 2002 und über 100.000 Mitarbeitern. Sie gehört in fast allen Ihren Sparten zu den Marktführern. Als Systemintegrator ist die EADS weltweit eines der wenigen Unternehmen mit der Fähigkeit, unterschiedliche Produkte und Technologien zu Gesamtsystemen zusammen-zuführen und auch die dazugehörigen Dienstleistungen anzubieten. Zur EADS gehören der Flugzeughersteller Airbus, das weltweit größte Hubschrauber-Unternehmen Eurocopter, und das Joint-Venture MBDA, der zweitgrößte Lenkflugkörperproduzent der Welt. Die EADS ist der größte Partner im Eurofighter-Konsortium, Hauptauftragnehmer für die Trägerrakete Ariane, entwickelt das militärische Transportflugzeug A400M und ist größter industrieller Partner für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo. Das Unternehmen verfügt über mehr als 70 Standorte in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien. Es ist weltweit tätig, unter anderem auch in Amerika, Russland und Asien.

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