SP-Jugendkandidatin "Jazz" Jasmine Chansri: "Hunderte Jugendliche suchen in OÖ verzweifelt geeignete Lehrstellen!"

Zu wenige Angebote - Hilfsarbeit oder Fall in die Arbeitslosigkeit droht

Linz (OTS) - "Das Versprechen von Landeshauptmann Pühringer, dass in Oberösterreich alle Schulabgänger bis Jahresende einen Ausbildungsplatz haben werden, kann wohl unter der Kategorie ‚Schönrederei’ abgelegt werden", ist SP-Jugendkandidatin "Jazz" Jasmine Chansri wenig überrascht. "Die Fakten zeigen ein ganz anderes, ein ziemlich tristes Bild. Hunderte Jugendliche und ihre Eltern suchen verzweifelt nach Lehrplätzen. Die Zahl der Lehrstellensuchenden ist im Vergleich zum Vorjahr geradezu explodiert, die Zahl der offenen Lehrstellen dagegen sinkt!" Im Juni waren beim AMS 471 Lehrstellensuchende gemeldet, das sind um ganze 48,6 Prozent mehr als im Jahr davor!

Von der jüngsten Insolvenz in Oberösterreich - der des Elektrohandelsunternehmens EHG - sind ebenfalls 54 Lehrlinge betroffen. Die Zukunft dieser jungen Leute ist ungewiss. Sie teilen sich damit das Schicksal mit jenen jungen SchulabgängerInnen in Oberösterreich, die noch immer auf der Suche nach einer geeigneten Lehrstelle sind. "Und das Angebot ist mehr als dürftig, wie ein Blick auf die Internet-Lehrstellenbörse der Wirtschaftskammer beweist!" zeigt Jazz auf: Aktuell werden dort für ganz Oberösterreich gerade 4 Lehrstellen für Tischler angeboten, 3 für Bürokaufmann/-frau, 2 für Einzelhandelskaufmann/-frau, ja sogar jeweils nur eine Stelle für Elektromaschinentechniker, Bäcker oder Maschinenbautechniker.

"Es ist eine Schande, die jungen Leute schon beim Einstieg in das Berufsleben derartig zu verarschen: Sie wollen arbeiten und dürfen nicht, und Pühringer erklärt ihnen noch, es gebe kein Problem. Pühringer und die ÖVP haben es mit ihrer Schönrederei verabsäumt, die Probleme rechtzeitig zu erkennen und richtige wirtschaftliche Impulse zu setzen. Das ist das Gegenteil von Wirtschaftskompetenz!" kritisiert Jazz. "Es muss ein neues gut dotiertes Lehrlingspaket her, das vorbildlich ausbildenden Betrieben finanzielle Anreize gibt. Auf der anderen Seite sollen aber auch diejenigen zur Kasse gebeten werden, die sich der Verantwortung entziehen und vergleichsweise zu wenige Lehrstellen anbieten!"

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