VP-Strobl: ÖVP-Wien hat attraktiven Schulversuch für die Hauptschule entwickelt!

Wien (VP-Klub): In Reaktion auf die kritische Aussendung von NR Amon, teilte der Bildungssprecher der Wiener Volkspartei, LAbg. Walter Strobl, mit, dass er die geäußerten Sorgen in Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der Hauptschule im Ballungsgebiet voll teile. "Das ist ein Problem, das in allen Ballungsgebieten, also z.B. auch in Graz, massiv auftritt. Überall dort, wo die Nähe und ein entsprechend großes Angebot an Gymnasien gegeben ist, wählen die Eltern bevorzugt die AHS-Unterstufe für ihre Kinder", betonte der Wiener ÖVP-Bildungssprecher.

Es liegt daher an der Bildungspolitik, hier mit attraktiven alternativen Ideen, Angebote an den Hauptschulen so zu gestalten, dass sie von den Eltern der Schüler auch im Ballungsgebiet angenommen werden. Wenn das nicht geschieht, dann wird es zu der befürchteten Entwicklung in Richtung Gesamtschule kommen, teilt auch Strobl die kritische Sicht von Amon.

In Wien sind es mittlerweile fast 60% eines Schülerjahrganges, die in die AHS-Unterstufe drängen. Das dünnt die Hauptschulen aus und macht die Unterstufe der AHS zunehmend zu einer Art undifferenzierter Gesamtschule. Die Statistik in Wien beweist, dass die AHS im Laufe der 8 Schuljahre fast genau 50% ihrer Schüler wieder verliert. Das ist vor allem ein Problem, dass durch die falsche Schulwahl entsteht, betonte Strobl.

Die ÖVP-Wien hat daher ein attraktives Modell entwickelt: die vertikale Kooperation von Hauptschulen mit weiterführenden Schulen. Dieses Modell wurde im Rahmen der KMS (Kooperative Mittelschule) vom Kollegium des Wiener Stadtschulrates bereits im Dezember 2002 mit genauen Durchführungsrichtlinien einstimmig beschlossen. Ab der 7. Schulstufe soll mit Partnerschulen aus dem Bereich AHS-Oberstufe oder ORG bzw. mit einer HAK, einer HTL oder HBLA, je nach gewähltem Schwerpunkt, kooperiert werden. Damit könnten all jene Schüler, die mit einiger Unterstützung durch die speziell dafür ausgebildeten Hauptschullehrer entsprechende Begabungen und Interessen aufweisen, behutsam auf den Abschluss einer höheren Bildung mit Matura vorbereitet werden. Wir gehen von einer Zielgruppe von 20 bis 25% jener Schülergruppen aus, die heute sofort in die AHS-Unterstufe wechseln und dort dann scheitern, betonte Strobl.

Es liegt nun am Bundesministerium, dieses ÖVP-Schulversuchsmodell zu genehmigen und damit den Beweis zu ermöglichen, dass Hauptschule auch im Ballungsgebiet attraktiv sein kann. Gleichzeitig würde damit die von Amon befürchtete Form einer Gesamtschule ad absurdum geführt und das differenzierte Bildungsangebot in Wien erhalten bleiben. Die Chancen stehen gut, zumal mehr als 70% aller Wiener Hauptschulen das von der ÖVP entwickelte Modell beim Wiener Stadtschulrat als Wunsch eingereicht haben. Strobl hoffte abschließend auf entsprechende Unterstützung durch Amon und das Bildungsministerium.

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