Gutachten: GIP in Strasshof bringt 13.800 neue Dauerarbeitsplätze 667,5 Millionen Euro BIP und 467,2 Millionen zusätzliches Volkseinkommen pro Jahr

Volkswirtschaftsexperte Friedrich Schneider: "Realisierung des Projektes GIP ist notwendig, um das Marchfeld als wettbewerbsfähige Region abzusichern"

Wien (OTS) - Das Projekt des Gewerbe und Technologieparks Wien Nordost, das in den kommenden zehn Jahren in Strasshof realisiert werden soll, hat gewaltige volkswirtschaftliche Effekte. Zu diesem Schluss kommt nun der Vorstand des Instituts für Volkswirtschaftslehre an der Johannes Kepler Universität Linz, Univ.Prof. Dr. Friedrich Schneider, in einer brandneuen Studie. An Hand der Entwicklungsvorhaben des Projektes GIP hat Schneider - einer der anerkanntesten und renommiertesten Volkswirtschaftsexperten Europas - gemeinsam mit seinem Assistenten Michael Holzberger die volkswirtschaftlichen Effekte des Projektes GIP errechnet.

Bekanntlich plant die Gewerbe- und Industriepark Wien Nordost GmbH & Co KG (GIP) innerhalb der nächsten zehn Jahre auf insgesamt mehr als 140 Hektar in der Gemeinde Strasshof an der Nordbahn, den größten Gewerbe- und Industriepark Österreichs zu errichten. Gesellschafter der GIP-Aufschließungsgesellschaft sind zu je einem Viertel der Raiffeisenverband Salzburg, die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich, die Niederösterreichische Landes-Entwicklungsagentur ECO PLUS und private Investoren, die sich in der Strasshofer Grundbesitzgesellschaft zusammengeschlossen haben.

Entstehen soll dort ein hochmoderner Gewerbe- und Technologiepark mit insgesamt 2000 Arbeitsplätzen, die Marchfeld Akademie als neue Ausbildungsstätte und Zentrum für den Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, 1000 Baugrundstücke für rund 3500 Einwohner, sowie eine ganze Reihe neuer Sozial- und Freizeiteinrichtungen samt eines neuen Gemeindezentrums. Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit und Absprache mit der Gemeinde Strasshof und dem Land Niederösterreich.

Da das Projekt GIP einen völlig neuen integrierten Ansatz verfolgt - einschließlich einer revolutionären ökologischen Planung - bei dem ein Teilvorhaben vom anderen abhängig ist, kann GIP sinnvollerweise nur in seiner Gesamtheit realisiert werden. Nur durch die Verbindung und den Wissenstransfer zwischen Ausbildung in der Marchfeldakademie und Technologiebetrieben und der gleichzeitigen Schaffung einer modernen, lebenswerten und freizeitgerechten Infrastruktur für Wohnen, Arbeiten und Leben kann der Konkurrenz durch die riesigen und kostengünstigen Betriebsansiedelungsflächen, wie sie derzeit in den EU-Beitrittsländern Tschechien, Slowakei und Ungarn entstehen, entgegengetreten werden. Nur durch ein solches integriertes Projekt kann Standortvorteil in der Region Marchfeld geschaffen werden, der für moderne Betriebe attraktiv genug ist, dass sie sich nicht in nur wenige Kilometer entfernten und deutlich kostengünstigeren Ländern ansiedeln, die schon kommendes Jahr ebenfalls zur EU gehören werden.

Ausgegangen wird von einer Planungs- und Genehmigungsphase von zwei Jahren und einer Errichtungsphase von acht Jahren, also einer Projektphase von zehn Jahren.

Plausible und nachvollziehbare Projektdaten und Investitionen

Auf Basis der GIP-Planungsdaten hat Schneider nun die gesamtwirtschaftlichen Effekte errechnet. In der Einleitung ihrer Studie schreiben Schneider und Holzberger wörtlich zu den Plänen der GIP: "Die ... Investitions- und Beschäftigungsangaben wurden auf Plausibilität und Gültigkeit geprüft und als primäre volkswirtschaftliche Effekte erfasst. Die Plausibilität der Ansätze und die Gültigkeit der Richtwerte für dieses Projekt kann durch vergleichbare Projekte im nationalen und internationalen Bereich an dieser Stelle seitens der Gutachter bestätigt werden."

Die Marchfeld-Akademie, die Ansiedelung von Technologiebetrieben mit rund 2000 Arbeitsplätzen und die insgesamt 1000 Baugrundstücke für rund 3500 Einwohner, die neuen Freizeiteinrichtungen, Sozialprojekte und Erholungsräume haben wesentliche Nachzieheffekte, die im Fachbegriff sekundäre volkswirtschaftliche Effekte heißen. Mit den Gesamtinvestitionen von 486 Millionen Euro innerhalb der kommenden zehn Jahre wird mittelfristig, das heißt innerhalb dieser zehn Jahre, eine gewaltige zusätzliche Wertschöpfung geschaffen.

Zusätzliches jährliches Bruttolandsprodukt 667,5 Mill. Euro

Durch die Effekte bei der Realisierung des Projektes GIP wird laut Schneider ein zusätzliches Bruttoinlandsprodukt von 667,46 Millionen Euro im Jahr erzielt.

467,2 Mill. Euro mehr Volkseinkommen durch GIP

Das Volkseinkommen der Österreicherinnen und Österreich steigt um 467,22 Millionen Euro im Jahr. Zusätzlich zu den rund 2000 Arbeitsplätzen, die unmittelbar im Gewerbe- und Technologiepark und in der Marchfeld Akademie entstehen, werden im Umfeld, in der Großregion Marchfeld insgesamt 9183 Menschen zusätzlich Beschäftigung finden.

Innovation durch Ökologie und 13.800 neue Dauerarbeitsplätze

Alle Effekte zusammengenommen, schafft GIP, so Schneider in seinem Gutachten, 13.800 neue Dauerarbeitsplätze. Besonders hebt Schneider in seiner Expertise auch die modernen ökologischen Ansätze des Projektes hervor, denen er einen besonderen Innovationseffekt zumisst. Wörtlich schreibt er Volkswirtschaftsexperte: "Es zeigt sich, dass durch den Gewerbe- und Industriepark Wien Nord Ost ökonomisch signifikante zusätzliche Wertschöpfungseffekte generiert werden können, welche neben den primären Investitions- und Beschäftigungseffekten wesentliche wirtschaftliche Impulse zu setzen vermögen. Diese Initiative ist daher nicht zuletzt im Lichte der anstehenden EU-Erweiterung als wesentlicher Schritt zur Standortsicherung der Region sowie Österreichs zu sehen und zu begrüßen."

Schneiders Schlussfolgerung deckt sich mit einer Studie des Österreichischen Institutes für Raumforschung (ÖIR), wonach die Region Marchfeld in zehn Jahren ohne Gegenmaßnahmen gegenüber den Grenzräumen in Tschechien, der Slowakei und Ungarn nicht mehr bestehen kann.

Laut dieser ÖIR-Studie, die im heurigen Frühjahr im Auftrag des Landes Niederösterreich erstellt wurde, werden ohne Gegenmaßnahmen innerhalb der kommenden zehn Jahre in den Bezirken Gänserndorf und Mistelbach 30.000 Arbeitsplätze fehlen. Während im Normalfall nahe Großstädte solche Lücken kompensieren, ist dies hier laut ÖIR nicht der Fall. Die Wiener Bezirke 21 und 22, die Arbeitsplätze für die Menschen des Marchfelds bieten könnten, würden in zehn Jahren für ihre eigene Bevölkerung nochmals 40.000 Jobs zu wenig aufweisen.

Wir stellen, wenn gewünscht, gerne die gesamte Schneider-Expertise und auch das ÖIR-Gutachten zur Verfügung.

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