Gorbach: Keine Massen-Frühpensionierungen, sondern intelligente Personalmodelle

ÖBB-Reform dient der Dynamisierung des Unternehmens, nicht der Zerschlagung

Wien (OTS) - "Der Verunsicherungs-Taktik von GdE-Vorsitzenden Wilhelm Haberzettl im Zusammenhang mit der ÖBB-Reform ist entschieden entgegenzutreten. Die polemische Diskussion der Eisenbahnergewerkschaft führt einzig und allein zur Verunsicherung der Belegschaft und der Öffentlichkeit und enthält keinen konstruktiven Ansatz. Dies zeigt sich unter anderem darin, dass Haberzettl im Zusammenhang mit der ÖBB-Reform ständig tatsachenwidrig von Zerschlagung und Privatisierung spricht oder die gestern ausgesprochenen Frühpensionierungen fälschlich mit der dringend notwendigen Reform in Verbindung bringt. Die ÖBB-Reform dient der Dynamisierung des Unternehmens und soll moderne Rahmenbedingungen für internationalen Wettbewerb schaffen", kommentiert Verkehrsminister und ÖBB-Eigentümer-Vertreter Hubert Gorbach die jüngste Meldung Haberzettls.

Wenn Haberzettl internationale Vergleiche ziehe, dürfe er aber auch nicht vergessen, dass beispielsweise die Schweizer Bundesbahnen ein zu Österreich vergleichbares Streckennetz mit der Hälfte des Personalstandes der ÖBB bewältigen. Haberzettl verschweige auch, dass in die ÖBB mittelbar oder unmittelbar jedes Jahr rund 4,4 Milliarden Euro fließen und dennoch der von Haberzettl hochgejubelte "Gewinn" um dramatische 6% unter dem Ergebnis vom Vorjahr liegt.

Gerade die Tatsache, dass die ÖBB-Reform eine Holding vorsieht, zeigt, dass die Bundesregierung keine Zerschlagung beabsichtigt. Genauso aus der Luft gegriffen seien die Befürchtungen, dass Investitionsprogramme und damit die Zulieferindustrie gefährdet wären.

"Es ist höchste Zeit, für die ÖBB moderne Unternehmensstrukturen zu schaffen, damit das Unternehmen Bahn dynamisch, transparent und wettbewerbsfähig wird. Geschütze Bereiche, wie sie in der ÖBB vorhanden sind, sind kein zeitgerechtes Modell, um Stärken auszubauen noch um Schwächen zu beseitigen", so Gorbach an die Adresse Haberzettels.

Klar sei, dass eine große Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ÖBB derzeit keine wirtschaftlich sinnvolle Tätigkeit ausüben, klar sei aber auch, dass ein Personalabbau nicht nur durch Frühpensionierungen im großen Stil stattfinden kann. Gerade deshalb siehe die ÖBB-Reform die Schaffung einer eigenen Personalgesellschaft vor, deren Aufgabe es sein soll, für möglichst alle Betroffenen eine sinnvolle Beschäftigung innerhalb oder außerhalb des Unternehmens zu finden. Hierfür gibt es Modelle wie Insourcing, Personalleasing oder Umschulung. Ein Modell, das bereits bei der Telekom Austria erfolgreich angewandt wird.

"Ich kann und will es nicht dulden, dass in Zeiten wie diesen von rund 48.000 ÖBBlern etwa ein Viertel keiner wirklich sinnvollen Beschäftigung nachgehen. Dies kann auch nicht der Wunsch der Eisenbahnergewerkschaft sein. Umso weniger verstehe ich die gewerkschaftliche Polemik gegen Reform und Personalgesellschaft", so Gorbach abschließend.

(Schluss bxf)

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