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Ungarns historische Weinregionen Kunság

Wien (OTS) - Die Region Kunság ist das größte Weinbaugebiet der Südlichen Tiefebene, und auch das größte Weinanbaugebiet Ungarns. Es liegt hauptsächlich südlich der Stadt Kecskemét und gliedert sich in die Regionen Bácska, Csegléd-Monor-Jászság, Donaugebiet, Izság, Kecskemét-Kiskunfélegyháza, Kiskunhalas-Kiskunmajsa und Theißgebiet. Es umfaßt insgesamt 95 Winzersiedlungen und obwohl auch hier schon früh Wein angebaut wurde, erlangte die Region erst Ende des 19. Jahrhunderts Bedeutung.

Die Qualität der Weine ist geprägt von den trockenen Sandböden und den extremen Klimabedingungen mit heißen, sonnigen Sommern und kalten, trockenen Wintern. Nur ganz im Süden der Region überwiegen Lößböden.

Die sogenannten "homoki borok", die "Sandweine" werden aus einer großen Vielfalt verschiedener Reben gekeltert. Am meisten verbreitet sind Welschriesling, Tausendgut, Izsák fehér, Gründer Veltiner und Ottonel Muskateller bei den Weißweinen. Sie zeichnen sich durch besondere Milde sowie hohen Restzucker- und Alkoholgehalt aus.

Bei den Rotweinen herrschen Kardanka, Blauer Portugieser, Blaufränkischer und Cabernet Franc vor. Sie weisen geradlinige Säuren, aber geringe Komplexität auf, sind aber als Tischweine hervorragend geeignet.

Die Weinbauregion Kunság liegt am Rande des Nationalparks Kiskunság mit seinen unterschiedlichen Landschaften und unberührten Naturschönheiten. Der Name der Region geht auf die Kumanen, ein Hirtenvolk, das im 13. Jahrhundert die Natur und Siedlungsstrukturen prägten, die zum Teil bis heute erhalten geblieben sind. Auch ihre alten Haustierrassen bevölkern noch immer die Weiden. So gibt es den größten Bestand an ungarischen Graurindern bei Apaj.

Die Landschaftsformen reichen von weiten Salzflächen, trockenen Steppengebieten, den berühmten Flugsanddünen bis zu urtümlichen Auwäldern, Sümpfen und Mooren im Zwischenstromland von Donau und Theiß. Die trotz sanftem Tourismus gegebene Abgeschiedenheit des Nationalparks bietet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und teilweise letzte Refugien für bedrohte Arten. Dazu gehören unter den Pflanzen Salzaster, Strandflieder, aber auch Federgras, Urwacholder, seltene See- und Teichrosenarten, Wasserlinse und Schwertlilie. Die Tierwelt weit an Besonderheiten die Großtrappe auf, die nur an wenigen Stellen in Europa, unter anderem am Neusiedlersee, vorkommt, weiters Grauspecht, Wiedehopf und der melodisch pfeifende Rotschenkel, sowie zahllose Zugvögel, die durch das Ramsarer Abkommen geschützt sind. Unter den Reptilien findet man noch die äußerst selten, völlig harmlose Glattnatter, vertreten sind auch viele vom Aussterben bedrohte Insektenarten wie der Große Hirschkäfer und selten Schmetterlinge.

Die Weiten Ebenen der Bugac-Puszta, dem bekanntesten Teil des Nationalparks werden von riesigen Haustierherden bevölkert, wie Graurindern, Zackelschafen, Wollscheinen und natürlich Pferden, auf denen die Csikós bis heute ihre atemberaubende Reiterakrobatik ausüben, keineswegs nur als spektakuläre Touristenattraktion.

Informationen: Tourinform-Büro H-6000 Kecskemét, Kossuth tér 1 Tel./Fax: 0036/76/481065 kecskemet@tourinform.hu

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