Waneck: Heute startet die WHO – Welt Stillwoche

Einrichtung der "Stillkommission" im Gesundheitsministerium

Wien, (BMGF/STS) – "Heute startet die ‚Welt-Stillwoche’, die von der WHO propagiert wird", sagte heute FP-Gesundheitsstaatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck. "Stillen ist die natürlichste und einfachste Art, ein Baby zu ernähren und hat nicht nur gesundheitliche Vorteile für Mutter und Kind, denn durch die Nähe und den Körperkontakt beim Stillen wird außerdem die Mutter-Kind-Beziehung sehr gefördert", so Waneck. *****

"In den ersten Lebensmonaten ist das Baby auf Nähe und Zuwendung angewiesen. Beim Stillen erlebt es Wärme und Geborgenheit, Behaglichkeit und die beruhigende Nähe der Mutter", betonte Waneck. Muttermilch garantiere den besten Start ins Leben. Sie stelle die optimale Ernährung für das Baby dar, schütze gegen Krankheiten und Allergien und koste nichts. Muttermilch enthalte alle Nährstoffe, die das Baby für seine gesunde Entwicklung brauche, sei gut verträglich und leicht verdaulich, enthalte Abwehrstoffe, die das Baby vor Infektionen schütze, habe immer die richtige Temperatur, sei immer sauber und keimarm, enthalte kein fremdes Eiweiß und sei jederzeit verfügbar, zählte Waneck die Vorteile des Stillens auf.

Um Mütter bei Ihrer Entscheidung für das Stillen zu bestärken habe die WHO und die UNICEF das Programm "Zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen" entwickelt, welches sich an der Praxis in Krankenhäusern und an den Bedürfnissen der Mütter und Neugeborenen orientiere. "Erfreulicherweise gibt es in Österreich bereits 11 stillfreundliche Krankenhäuser", betonte Waneck. Die Einstellung zum Stillen habe sich in Österreich in den vergangenen Jahren deutlich positiv entwickelt, freute sich Waneck.

"Da mir die Förderung des Stillens ein besonders wichtiges Anliegen ist, wurde im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Kommission des Obersten Sanitätsrates eine Stillkommission eingerichtet", betonte Waneck. Leiter dieser Stillkommission ist Univ.-Prof. Dr. Karl Zwiauer. "Die Weltstillwoche soll das Stillen in der ganzen Welt fördern. Die Stillförderung betrifft aber insgesamt nicht nur Mütter, Kinder und deren Familien. Die Etablierung einer Nationalen Stillkommission wird im besonderen das Stillen von Säuglingen in Österreich weiter fördern und damit einen Beitrag zum optimalen Gedeihen unsere Kinder leisten", so Zwieauer.

Die Nationale Stillkommission setze sich aus Kinderärzten, Geburtshelfern, aus den Vertretern der Stillverbände, der Hebammen und Kinderkrankenschwestern und weiterer Interessenverbände sowie aus Experten der mit der Thematik Stillen befassten Bundesbehörden zusammen, berichtete Waneck. Die österreichische Stillkommission habe sich die Erarbeitung von Empfehlungen und Richtlinien, die Bewertung des Stillverhaltens und die Förderung der Bereitschaft zum Stillen zur Aufgabe gemacht.

"Mit wissenschaftlich evaluierten Empfehlungen und evidenz-basierenden Richtlinien für medizinisches Fachpersonal wird die Nationale Stillkommission zur Wiedergewinnung verlorengegangenen Wissens beitragen, aber auch Hinweise zu den Bedingungen geben, die erst den Erfolg der Stillförderung ermöglichen", zeigte sich Waneck zuversichtlich. Dies sei besonders wichtig, da in den vergangenen 12 Monaten in Österreich 77.021 Babies geboren wurden. Das seien um 2.290 mehr als in den vorangegangenen 12 Monaten.

Das BMGF hat für interessiere Eltern die Broschüre "Stillen – Ein guter Beginn" aufgelegt, die über Broschürentelefon des BMGF 711 00 – 4700 erhältlich ist. (Schluss) mg bxf

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