Unfallrenten: Gratishotline der AKNÖ informiert Mitglieder

Präsident Josef Staudinger fordert endgültige Abschaffung der Unfallrentenbesteuerung

Wien (AKNÖ) – "Wir haben bereits vor einigen Monaten auf die Entscheidung des Höchstgerichtes, dass die Steuern für die Jahre 2001 und 2002 zurückerstattet werden muss reagiert, und eine kostenlose Hotline eingerichtet. Hier können sich Betroffene informieren, wo und wie sie ihr Geld zurückbekommen", erklärt der Präsident der AKNÖ, Josef Staudinger zur aktuellen Unfallrentendebatte. Es sei kein Wunder, dass die Menschen mittlerweile den Überblick verloren hätten. Viele wüssten einfach nicht, wohin sie sich wenden sollten. Das würden auch die Zahlen einer parlamentarischen Anfrage der AK Oberösterreich beweisen: Von den rund 110.000 österreichweiten BezieherInnen von Unfallrenten wäre bis Mai dieses Jahres erst an 57.180 Betroffene für das Jahr 2001 und an 25.250 Betroffene für das Jahr 2002 Rückzahlungen erfolgt. "Die überhastete Einführung der Besteuerung der Unfallrenten war ein ähnliches Debakel wie die Ambulanzgebühren – tausendmal repariert und trotzdem ein Totalschaden", so Staudinger.****

Bei der Steuerrückerstattung geht es um einen sehr hohen Betrag:
Insgesamt 6.045.300, 30 Euro Steuern haben Österreichs Unfallrentner im Jahr 2001 und 2002 bezahlt (Quelle: AUVA). Darunter fallen auch jene 13.272 Niederösterreicher, die eine durchschnittliche Rente von 313 Euro monatlich beziehen. Präsident Staudinger: "Die Betroffenen leiden ihr Leben lang an den Folgen eines Arbeitsunfalls. Nur zu oft verlieren sie ihren Job oder können wegen ihrer Behinderung nur noch eingeschränkt Geld verdienen. Die Unfallrente wird bitter benötigt, zum Beispiel um höhere Arztkosten und medizinische Behelfe zu zahlen". Staudinger erklärt, dass die Entscheidung des Höchstgerichtes nur für die Jahre 2001 und 2002 gilt, bis Ende 2003 muss eine gesetzliche Neuregelung erfolgen. "Diesen Aufwand könnten sich die Verantwortlichen sparen, denn diese unmenschliche Steuer muss sofort und zur Gänze abgeschafft werden", betont der AKNÖ-Chef abschließend.

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