Gorbach: Haberzettl soll Serie der Faschmeldungen endlich einstellen

ÖBB-Eigentümer Vertreter Gorbach stellt klar, dass die heutigen Frühpensionierungen nichts mit der ÖBB-Reform zu tun haben

Wien (OTS) - Die jüngste Aussage vom Vorsitzenden der Eisenbahnergewerkschaft, Wilhelm Haberzettl, wonach die ÖBB-Reform bereits "ihre Schatten vorauswerfe", indem 38 Zwangsfrühpensionierungen mit heutigem Tag erfolgt sind, passt zwar gut in die Serie der Falschmeldungen der letzten Tage, dient aber nur der Verunsicherung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ÖBB und der Fehlinformation der Öffentlichkeit, aber sicher nicht dem Unternehmen ÖBB. Solch eine Vorgehensweise ist entschieden abzulehnen und schadet dem Ansehen der ÖBB, und nicht wie von Haberzettl "gewünscht, den politisch Verantwortlichen", so Verkehrsminister Gorbach in einer Reaktion zur heutigen Haberzettl-Meldung scharf.

Wenn man wisse dass diese Frühpensionierungen rein ÖBB-intern entschieden und abgewickelt wurden und dies ein alljährlicher Vorgang sei - im letzten Jahr zum Beispiel waren es z.B. ca. 130 begründete und akkordierte Frühpensionierungen - so könne man ja nur annehmen, dass Haberzettl entweder Äpfel mit Birnen verwechsle oder aber gezielte Fehlinformationen - aus welchen Gründen auch immer und zu welchem Zwecke auch immer - hinausgibt.

"Wenn Haberzettl noch nicht verstanden hat, dass eine Dynamisierung und internationale Wettbewerbsfähigkeit für das Unternehmen ÖBB unabdingbare Schritte zur Sicherung der Arbeitsplätze und zu einer positiven Entwicklung der ÖBB sind, dann ist dies äußert bedauerlich. Eine derartige Kommunikationspolitik von Seiten der Gewerkschaft ist armselig. Es ist meine Pflicht als Eigentümer-Vertreter, dies in der Öffentlichkeit richtig zu stellen", so Gorbach.

Gorbach sei jederzeit diskussions- und kooperationsbereit, da ihm die Belegschaft der tausenden fleißigen und tüchtigen ÖBBlerinnen und ÖBBlern am Herzen liege. "Es geht aber nicht an, dass in der ÖBB gewisse gewachsene Missstände unter die Glashaube gestellt werden, während andere Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zur Pensionssicherung der Allgemeinheit und zur Erfüllung des Generationenvertrages höhere Pensionsantrittsalter in Kauf nehmen müssen."

In diesem Zusammenhang macht Gorbach auch klar, dass er unabhängig der Tatsache, dass die heutigen Frühpensionierungen nichts mit einer ÖBB-Reform oder dem politischen Willen zu tun haben, diese Vorgänge genau unter die Lupe zu nehmen. "Dies nehme ich auch vom Aufsichtsrat an, denn ich vertraue der Unternehmensführung der ÖBB. Illegale Frühpensionierungen - wie es Vorwürfe in anderen Bereichen gibt -werde ich keinesfalls akzeptieren und ein solches Vorgehen hätte mit aller Entschiedenheit Konsequenzen", so Gorbach.

Abschließend appelliert Gorbach an alle, die es gut mit der ÖBB meinen, den notwendigen Reform- und damit Dynamisierungsprozess zu unterstützen, um ein international wettbewerbsfähiges Unternehmen ÖBB zu gestalten, auf das alle Österreicherinnen und Österreicher stolz sein können - allen voran deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. (Schluß bxf)

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