- 31.07.2003, 21:18:28
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Gorbach: Haberzettl soll Serie der Faschmeldungen endlich einstellen
ÖBB-Eigentümer Vertreter Gorbach stellt klar, dass die heutigen Frühpensionierungen nichts mit der ÖBB-Reform zu tun haben
Wien (OTS) - Die jüngste Aussage vom Vorsitzenden der
Eisenbahnergewerkschaft, Wilhelm Haberzettl, wonach die ÖBB-Reform
bereits "ihre Schatten vorauswerfe", indem 38
Zwangsfrühpensionierungen mit heutigem Tag erfolgt sind, passt zwar
gut in die Serie der Falschmeldungen der letzten Tage, dient aber nur
der Verunsicherung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ÖBB und
der Fehlinformation der Öffentlichkeit, aber sicher nicht dem
Unternehmen ÖBB. Solch eine Vorgehensweise ist entschieden abzulehnen
und schadet dem Ansehen der ÖBB, und nicht wie von Haberzettl
"gewünscht, den politisch Verantwortlichen", so Verkehrsminister
Gorbach in einer Reaktion zur heutigen Haberzettl-Meldung scharf.
Wenn man wisse dass diese Frühpensionierungen rein ÖBB-intern
entschieden und abgewickelt wurden und dies ein alljährlicher Vorgang
sei - im letzten Jahr zum Beispiel waren es z.B. ca. 130 begründete
und akkordierte Frühpensionierungen - so könne man ja nur annehmen,
dass Haberzettl entweder Äpfel mit Birnen verwechsle oder aber
gezielte Fehlinformationen - aus welchen Gründen auch immer und zu
welchem Zwecke auch immer - hinausgibt.
"Wenn Haberzettl noch nicht verstanden hat, dass eine
Dynamisierung und internationale Wettbewerbsfähigkeit für das
Unternehmen ÖBB unabdingbare Schritte zur Sicherung der Arbeitsplätze
und zu einer positiven Entwicklung der ÖBB sind, dann ist dies äußert
bedauerlich. Eine derartige Kommunikationspolitik von Seiten der
Gewerkschaft ist armselig. Es ist meine Pflicht als
Eigentümer-Vertreter, dies in der Öffentlichkeit richtig zu stellen",
so Gorbach.
Gorbach sei jederzeit diskussions- und kooperationsbereit, da ihm
die Belegschaft der tausenden fleißigen und tüchtigen ÖBBlerinnen und
ÖBBlern am Herzen liege. "Es geht aber nicht an, dass in der ÖBB
gewisse gewachsene Missstände unter die Glashaube gestellt werden,
während andere Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zur
Pensionssicherung der Allgemeinheit und zur Erfüllung des
Generationenvertrages höhere Pensionsantrittsalter in Kauf nehmen
müssen."
In diesem Zusammenhang macht Gorbach auch klar, dass er unabhängig
der Tatsache, dass die heutigen Frühpensionierungen nichts mit einer
ÖBB-Reform oder dem politischen Willen zu tun haben, diese Vorgänge
genau unter die Lupe zu nehmen. "Dies nehme ich auch vom Aufsichtsrat
an, denn ich vertraue der Unternehmensführung der ÖBB. Illegale
Frühpensionierungen - wie es Vorwürfe in anderen Bereichen gibt -
werde ich keinesfalls akzeptieren und ein solches Vorgehen hätte mit
aller Entschiedenheit Konsequenzen", so Gorbach.
Abschließend appelliert Gorbach an alle, die es gut mit der ÖBB
meinen, den notwendigen Reform- und damit Dynamisierungsprozess zu
unterstützen, um ein international wettbewerbsfähiges Unternehmen ÖBB
zu gestalten, auf das alle Österreicherinnen und Österreicher stolz
sein können - allen voran deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
(Schluß bxf)
OTS0183 2003-07-31/21:18
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