AKNÖ-Staudinger: Dichtung und Wahrheit – die Arbeitslosenrate in den niederösterreichischen Grenzbezirken

Wien (AKNÖ) – "Die Arbeitslosenrate in den niederösterreichischen Grenzbezirken gehört zu den höchsten in unserem Bundesland", hält der Präsident der AKNÖ, Josef Staudinger den gestrigen Aussagen der Wirtschaftskammer entgegen. Der Generalsekretär der Wirtschaftskammer, Reinhold Mitterlehner, hatte gestern mit der Bemerkung: "In den Grenzbezirken Ober- und Niederösterreichs zu den Beitrittsländern ist die Arbeitslosenrate sehr niedrig und dort gibt es teilweise Arbeitskräftemangel" aufhorchen lassen. "Diese Behauptung fällt für mich in den Bereich der Dichtung, die Wahrheit sieht nämlich anders aus - mir ist völlig unklar, wie solche Behauptungen aufgestellt werden können", so der AKNÖ-Chef. Staudinger beruft sich auf die niederösterreichischen Vergleichszahlen des Juni 2003, in denen zum Beispiel der Grenzbezirk Waidhofen an der Thaya im absoluten Spitzenfeld – nämlich an zweiter Stelle im NÖ-Vergleich – mit 6,8% Arbeitslosenrate rangiert. Ein weiteres Beispiel sei Gmünd. Hier kämen zur Zeit 38 arbeitslose Menschen auf eine offene Stelle. Es sei Zynismus, in einer Situation, in der die Arbeitslosigkeit so hoch sei wie noch nie und weiterhin ansteige, auch noch von einem Arbeitskräftemangel zu sprechen.****

Die Intention sei klar und deshalb strikt abzulehnen: Die Forderung nach einer Lockerung des Grenzgängerabkommens mit den Nachbarländern Tschechien, Slowakei und Ungarn soll die siebenjährige Übergangsfrist im Zuge der EU-Osterweiterung mit dem entsprechenden Schutz des heimischen Arbeitsmarkte vorzeitig deregulieren. Völlig einer Meinung sieht sich der AKNÖ-Chef mit Mitterlehner jedoch, der meint "...wir sollten die insgesamt siebenjährige Übergangsfrist aber
nutzen, um uns aneinander zu gewöhnen": "Alles mit Maß und Ziel und wie geplant und von den Sozialpartnern ausverhandelt unter Beibehaltung der Schutzmechanismen, die dafür installiert wurden, dass kein heimischer Arbeitsplatz unter die Räder kommt".

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