Grillitsch: Dürremittel rasch zu den betroffenen Bauern bringen

Flächendeckende Versicherungsmodelle und Bewässerungsanlagen erforderlich

Wien (AIZ) - "Bereits in den vergangenen Tagen haben einige Bundesländer zugesagt, Mittel für die von der Dürre am schwersten betroffenen Landwirte bereitzustellen. Durch die gestrige Zusage des Finanzministeriums, EUR 3 Mio. aus dem Katastrophenfonds freizugeben, stehen nun insgesamt rund EUR 6 Mio. für die Dürreopfer zur Verfügung. Neben der effizienten Unterstützung der von der jetzigen Dürrekatastrophe betroffenen Bauern wird es jedoch notwendig sein, die Landwirtschaft besser gegen zunehmende Klimaschwankungen abzusichern", erklärt der Präsident des Österreichischen Bauernbundes, Fritz Grillitsch.

"Neben der Freigabe von Bracheflächen und der Stundung von Krediten können nun die am schwersten von der Katastrophe betroffenen Grünlandbauern auch direkt finanziell unterstützt werden. Dadurch sollte es möglich sein, existenzgefährdende Mehrbelastungen für Grünlandbetriebe zu verhindern. Diese Betriebe müssen nicht nur Ernteverluste verkraften, sondern sie kämpfen auch mit steigenden Futtermittelpreisen, die teilweise bereits bei Raufutter um bis zu 30% zugenommen haben. Gleichzeitig entsteht ein erhöhter Verkaufsdruck, der die Verkaufserlöse für Rinder senkt und die Produktions- und Einkommensbasis für das nachfolgende Jahr nachhaltig gefährdet. Ähnlich wie bei den letzten Katastrophen wird es nun notwendig sein, schnell und effizient die Mittel zu den Betroffenen zu bringen", unterstreicht Grillitsch.

Die heimische Landwirtschaft wird die durch den Klimawandel bedingte Zunahme der Katastrophen und die damit verbundenen Belastungen ohne eine effiziente Absicherung auf die Dauer nicht tragen können. Deshalb ist es notwendig, sowohl bei den Investitionsprogrammen im Rahmen der Ländlichen Entwicklung verstärkt die Errichtung von Bewässerungssysteme zu berücksichtigen, als auch das System der Ernteversicherung nach dem Vorbild anderer Staaten, etwa den USA, auszubauen. "Rund zwei Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Österreich sind Grünland. Auf Grund der großen Bedeutung der Grünlandwirtschaft in Österreich muss vor allem dieses besser und umfassender als bisher in die Ernteversicherung eingebaut werden", zeigt Grillitsch die Ziele einer effizienten und dauerhaften Katastrophenabsicherung für die Landwirtschaft auf.
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