Schwarzböck zum Dürre-Paket: Rasche Beteiligung der Länder erforderlich

Präsidentenkonferenz verlangt Hilfsmaßnahmen für alle betroffenen Betriebe

Wien (AIZ) - Als erste wichtige Maßnahme zur Hilfe dürregeschädigter Betriebe begrüßt die Präsidentenkonferenz das gestern von Agrarminister Josef Pröll und Finanzminister Karl-Heinz Grasser beschlossene Dürre-Paket im Ausmaß von EUR 6 Mio. Wie berichtet, sollen EUR 3 Mio. aus dem Katastrophenfonds kommen und mindestens den selben Betrag sollen die Länder für die dürregeschädigten landwirtschaftlichen Betriebe aufbringen.

"Damit diese Finanzhilfe bei den betroffenen Bauern rasch einlangt, sind nun die Länder gefordert, ihren Anteil an dieser Hilfe für die heimische Landwirtschaft zu leisten", forderte heute der Vorsitzende der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern, Rudolf Schwarzböck, eine rasche Entscheidung der Länder in Sachen Dürre-Hilfe.

Massive Ernteausfälle

Massive Ernteausfälle und eine zunehmende Futtermittelknappheit kennzeichnen die überaus schwierige Situation der heimischen Landwirtschaft. Auch die Niederschläge der letzten Tage haben in vielen Regionen keine spürbare Verbesserung gebracht.

"Bei Getreide haben wir Ernteausfälle bis zu 70% und bei späteren Kulturen wie Mais, Zuckerrüben oder Kartoffeln müssen wir ebenfalls mit gravierenden Ausfällen rechnen, selbst dann wenn es in den nächsten Tagen noch ausgiebig regnen sollte", so Schwarzböck. Dramatisch ist aber die Situation für viele Grünlandbetriebe, da hier in vielen Regionen das Futter für das Vieh fehlt und viele Betriebe bereits ihre Herbst- und Wintervorräte herangezogen haben beziehungsweise Vieh verkaufen mussten.

"Die Stundung von Agrarinvestitionskrediten und die Freigabe von Stilllegungsflächen zur Futtergewinnung sind erste wichtige Maßnahmen im Maßnahmenpaket. Um die bedrohliche Situation für unsere Betriebe zu entschärfen, muss daher die Finanzierung spezieller Futtermittelaktionen aus Mitteln des Dürre-Pakets rasch umgesetzt werden. Darüber hinaus fordern wir, dass Getreide aus den Interventionslagern zu günstigen Konditionen für Fütterungszwecke zur Verfügung gestellt wird. In Regionen, wo es bereits zuwenig Raufutter (Silomais, Heu) gibt, sind die Länder aufgefordert, zusätzliche Maßnahmen zu setzen. Zudem verlangen wir die frühzeitige Auszahlung der erst im Herbst fälligen EU-Prämien sowie die Heranziehung von Mitteln aus dem Katastrophenfonds der EU, um allen von der Dürre geschädigten landwirtschaftlichen Betriebe wirksame Hilfe zu geben", unterstrich Schwarzböck.
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