Gesundheitsreform: Bestehende Selbstbehalte offen legen - Medikamentengebühr reduzieren!

Wien (OTS) - Der Vorsitzende der Bundessektion Landesanstalten und Betriebe in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, Johann Hable, ersucht den Sozialminister, Vizekanzler Dr. Herbert Haupt, die Versicherungsträger dazu zu veranlassen, dass bereits bestehende Selbstbehalten offengelegt werden. Bevor die Diskussion über neue Selbstbehalte im Gesundheitsbereich diskutiert wird, müssen bestehende Selbstbehalte nicht nur offen gelegt, sondern vereinheitlicht werden.

Die bestehenden Selbstbehalte wie z. B. die Rezeptgebühr in der Höhe von Euro 4,25 = S 58,48 pro verschriebenes Medikament ist eine Zumutung für Familien mit Kindern, Alleinerziehende und ältere Menschen, die oftmals die Rezeptgebühr bei akuter Erkrankung z. B. Grippeepidemie vom Munde absparen müssen.

Eine soziale Staffelung und eine weiterreichende Rezeptgebührenbefreiung sind dringend notwendig.

Hable stellt fest: Selbstbehalte müssen sich in Grenzen halten, maßvoll und sozial verträglich sein. Bezieher kleinerer Einkommen müssen von jeglichen Selbstbehalten ausgenommen werden. Keinesfalls dürfen Selbstbehalte dazu führen, dass sich der "Kleine Mann" die "Kleine Frau" notwendige Arztbesuche nicht mehr leisten können.

Das wäre unfair, böse und unklug, weil Krankheiten nicht von Beginn an behandelt werden, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt, zu dem eine Heilung bereits sehr schwierig oder unmöglich ist bzw. wo auch große Kosten entstehen.

Zur Diskussion der Selbstbehalte stellt Hable fest, dass es bereits eine Reihe von Selbstbehalten gibt, die jedoch von Versicherungsträger zu Versicherungsträger unterschiedlich sind. Hable fordert die Sozialversicherungen zu mehr Transparenz, Offenlegung und Vereinheitlichung der Selbstbehalte auf.

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Johann Hable
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