Hochbesoldete Universitätsprofessoren als "Vorkämpfer" für Pensionskürzungen

Wien (SK) In fast allen Tageszeitungen vom 7. Juni 2003 sei ein Aufruf von über 30 Universitätsprofessoren zu lesen gewesen, so SPÖ-Abgeordnete Gisela Wurm Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Darin forderten sie die Regierung öffentlich auf, die Pensionskürzungen rasch zu beschließen und umzusetzen. Unter den honorigen Persönlichkeiten fanden sich auch die Namen der Professoren Zur Nedden, Laske, Gantner und Smejkal. ****

"Der eigentliche Zynismus ist die pensionsrechtliche Realität dieser Berufsgruppe", so Wurm. Brandaktuell sei die Beantwortung der parlamentarischen Anfrage von Gisela Wurm durch das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Ministerin Gehrer gibt Auskunft, dass emeritierte (=pensionierte) Universitätsprofessoren zwar von ihren Dienstpflichten befreit sind. Aber der Ruhebezug beträgt dennoch 100 Prozent des Letztbezuges zuzüglich aller ruhegenussfähigen Zulagen. Und weil viele Professoren die höchste Gehaltsstufe erreichen, können sie derzeit zuzüglich der Forschungszulage eine monatliche Pension von 5.748,20 Euro und 6.906,90 Euro beziehen.

"Wer so gepolstert in Pension geht, darf keinen öffentlichen Aufruf zu Pensionskürzungen machen!" sagte Gisela Wurm. Die Durchschnittspension aller unselbstständig Erwerbstätigen, also Männer und Frauen, betrage 842 Euro, die der Arbeiterinnen 550 Euro monatlich. "Es ist einfach ein Skandal, dass honorige Männer mit Superpensionen der Bevölkerung eine Pensionskürzung verordnen", stellte Gisela Wurm abschließend fest. (Schluss) ns/mp

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