PRÖLL: FAIR PLAY BEIM MOUNTAINBIKEN FÜR WEITERE POSITIVE ENTWICKLUNG

Mountainbike-EM in Österreich unter dem Motto "Fair Play im Wald"

Wien (OTS) Österreich hat im ländlichen Raum die großartigste Sportarena, die es gibt. Unsere Berge, unsere Wälder, aber auch Flüsse und Seen machen Österreich zum begehrten Freizeit- und Urlaubsland und prädestiniert für Outdoor-Sportarten. Die Mountainbike-Europameisterschaften im Raum Graz sind ein Beispiel dafür, dass Österreich sich auch immer besser als Veranstalter internationaler Wettkämpfe etablieren kann. Das Lebensministerium ist für eine sinnvolle Weiterentwicklung Österreichs als Land, das Natur mit Sport ideal verbinden kann. Notwendig dabei sind entsprechende Rahmenbedingungen. Daher kooperieren wir bei der Montainbike-Europameisterschaft mit dem Österreichischen Radsportverband und den Veranstaltern, um auch Impulse für "Fair Play im Wald" zu geben. Dies erklärte Lebensminister DI Josef Pröll bei der Präsentation der Mountainbike-EM, die Mitte August in Graz und Umgebung stattfinden wird.****

Österreichs Tourismus und Österreichs Waldbesitzer haben in den letzten Jahren viel geleistet, um den Mountainbikern gute Voraussetzungen für die Ausübung ihres Sport zu schaffen. Es stehen österreichweit Mountainbikewege im Ausmaß von ca. 20.000 km zur Verfügung. Das ist rund ein Fünftel aller Forstwege in Österreich. Die Österreichischen Bundesforste als größter Waldbesitzer war Wegbereiter dieser Lösung und trägt mit 2.000 km zum Mountainbike-Netz bei. Die partnerschaftlichen Lösungen auf vertraglicher Basis sind ein erfolgreich praktizierter Weg, die Vorteile von vertraglichen Lösungen sind die hohe Akzeptanz bei den Beteiligten und die Möglichkeit, professionelle Angebote zu kreieren (Marketing, Infoangebot, einheitliche Beschilderung, versicherungsmäßig Absicherung etc.).
Die heimische Forstwirtschaft ist an einer Weiterentwicklung des Mountainbikens auf Forststraßen nach klaren Spielregeln interessiert. Deshalb wird die Aktion "Fair Play im Wald" auch von den Österreichischen Bundesforsten und dem Hauptverband der Land-und Forstwirtschaftsbetriebe unterstützt. Der Wald in Österreich steht zu über 80% in Privatbesitz, etwa die Hälfte ist Kleinbesitz mit weniger als 200 Hektar Größe.
Für die Waldbauern ist der Wald Kapital und Arbeitsstätte. Daher ist es auch Teil der "Fair play"-Regeln, sich an gekennzeichnete Forstwege zu halten. Forststraßen, die nicht ausdrücklich als für Mountainbiker erlaubt ausgewiesen sind, dürfen nicht benutzt werden. Dies aus gutem Grund: Forstwege sind grundsätzlich Betriebs- und Arbeitsstätten und keine Sportanlagen. Oft haben daher Forstarbeiten, Holztransporte und Wildschonung Vorrang vor anderen Interessen, oder es drohen Gefahren durch Steinschlag und dergleichen. Auch die Problematik der Haftung für Unfälle und Folgeschäden würde den Straßenerhalter treffen.

Die "Fair Play-Regeln" für Mountainbiker sollen eine nachhaltigen und positive Entwicklung der Partnerschaft Natur und Sport ermöglichen. Im Kern geht es darum, Bewusstsein zu bilden und Denkanstöße zu geben. Ziel ist es, Radfahrer zu einem sensiblen Umgang mit der Natur, zur Rücksichtnahme auf andere Waldbesucher, Waldeigentümer, Tiere und Pflanzen zu motivieren . Aber auch Sicherheit und die richtige Einschätzung des eigenen Könnens sind wichtige Anliegen der Fair Play-Regeln. Rechtzeitig zur Mountainbike-Europameisterschaft wird das Lebensministerium gemeinsam mit den Kooperationspartnern einen Folder auflegen. Dieser beinhaltet neben den wichtigen Fair Play-Regeln Wissenswertes über den Wald, Informationen über attraktive Touren in allen Bundesländern und gibt wertvolle Tipps für Mountainbiker.
Befragungen haben ergeben, dass die meisten inländischen Mountainbiker ihren Sport stunden- oder tageweise in ihrer Freizeit und häufig in unmittelbarer Nähe ihres Wohnortes betreiben. Für viele ausländische Touristen ist die Möglichkeit zum Mountainbiking der oder mit ein Grund, in Österreich zu urlauben. "Mountainbiking ist eine sinnvolle Freizeitaktivität und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in den ländlichen Regionen. Alle Fair Player sind überall dort herzlich willkommen, wo Österreich am schönsten ist", so Pröll abschließend.
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