Flemming initiiert Dringlichkeitsdebatte zur Embryonenforschung im EU-Parlament

Wien, 31.Juli 2003 (ÖVP-PK) Eine Dringlichkeitsdebatte zu den von der Kommission vorgelegten Leitlinien mit denen die Vergabe von Geldern aus dem 6. EU-Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung geregelt werden soll kündigte heute, Donnerstag, die ÖVP-Abgeordnete zum Europäischen Parlament MEP Dr. Marilies Flemming in einer Pressekonferenz in Wien an. Es sei unerträglich, dass jene Millionen Bürger der Europäischen Union, für die ein Embryo bereits das kleinstmögliche menschliche Leben sei, mit ihren Geldern Forschung finanzieren sollen, die auf die Tötung eines Embryos hinausläuft. Das 6. EU-Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung sieht insgesamt 17,5 Millionen Euro für die Forschung in den nächsten vier Jahren vor. Von diesen Geldern sollen immerhin einige Milliarden Euro für die Embryonenforschung ausgegeben werden. ****

Die von der EU-Kommission jüngst vorgelegten Leitlinien sind für Flemming "inakzeptabel". "Denn ein Embryo ist menschliches Leben und darf nicht mit dem Ziel der Vernichtung zur Forschung freigegeben werden, gleichgültig wann er entstanden ist." Die EU-Kommission überlasse es zwar den Mitgliedstaaten, ob sie embryonale Stammzellenforschung betreiben wollen oder nicht. Da aber mehrere Staaten wie Deutschland, Irland, Österreich und Polen dies strikt ablehnen würden, "können und dürfen schon gar nicht Gelder aus diesen Staaten für Forschungszwecke verwendet werden".

"Da Unterstützung für meinen Vorstoß nicht nur seitens der deutschen Gruppe in der Europäischen Volkspartei kommt, sondern auch von den Grünen im EU-Parlament, bin ich sehr zuversichtlich, dass die Dringlichkeitsdebatte in der ersten Sitzung des EU-Parlaments nach dem Sommer stattfinden wird", schloss Flemming.

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