Wirtschaft will Überstundenzuschläge streichen: AK erteilt Raubzug gegen Arbeitnehmer klare Absage!

Linz (OTS) - Der Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, Reinhold Mitterlehner, fordert den Wegfall der Zuschläge für die meisten Überstunden und die Abschaffung des besonderen Kündigungsschutzes für ältere Arbeitnehmer. "Wir werden diese neuen massiven Verschlechterungen für Arbeitnehmer konsequent bekämpfen!" kündigt AK-Präsident Hubert Wipplinger an.

WK-Generalsekretär Mitterlehner verlangt eine tägliche Normalarbeitszeit von zehn Stunden. Damit würden bei einem Großteil der Überstunden die Zuschläge gestrichen. "Das ist ein durch nichts gerechtfertigter Raubzug der Unternehmer gegen die Beschäftigten!" betont AK-Präsident Wipplinger. "Wer wünscht, dass seine Mitarbeiter länger als acht Stunden am Tag arbeiten, muss das auch entsprechend honorieren - oder auf die Überstunden verzichten. Nach den vielen einseitigen Belastungen der letzten Jahren werden die Arbeitnehmer keine weiteren Kaufkrafteinbußen akzeptieren!"

Außerdem sollen die Arbeitszeiten im Sinne der Unternehmen "flexibler" werden. "Die Wirtschaft will weg von geregelten Arbeitszeiten und hin zu jederzeit abrufbaren Mitarbeitern!" kritisiert Wipplinger. "Herr Mitterlehner ist ja auch Abgeordneter der ÖVP, die gerne vom Wert der Familie spricht. Das soll er den Menschen einmal erklären, wie sich ihr Familienleben mit immer unterschiedlicheren Arbeitszeiten der Partner vereinbaren lässt!"

Ebenso lehnt der AK-Präsident das Verlangen nach Beseitigung des erhöhten Kündigungsschutzes für Über-50-Jährige ab. "Die Behauptung, dass dann mehr ältere Arbeitnehmer eingestellt würden, ist ein fadenscheiniger Vorwand", betont er. "Tatsächlich würden noch mehr Beschäftigte, die nach vielen Jahren Betriebstreue besser verdienen als Jüngere, auf die Straße gesetzt!"

"Wir sind gespannt, ob die Regierung auch diesem unverschämten Bereicherungsversuch auf Kosten unserer Mitglieder wieder zustimmt", sagt Wipplinger. "Wir werden jedenfalls alles tun, um die Arbeitnehmer davor zu schützen!"

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