AK-Test: Nachhilfe für Nachzipf kommt teuer! (1)

Private Nachhilfe im Vergleich zum Vorjahr zwar billiger geworden, dennoch teure Stundenpreise - Eltern geben über 57 Mio Euro für Nachhilfe allein schon in der Oberstufe aus

Wien (AK) - Wer sich auf einen Nachzipf vorbereiten muss, weil er einen oder mehrere Fleck im Zeugnis hat, muss demnächst mit dem Lernen beginnen. Österreichweit geben Eltern pro Jahr für private Nachhilfe ihrer Kinder an den Oberstufenschulen über 57 Mio Euro aus, allein in Wien sind es jährlich 11 Mio Euro. Ein AK-Test zeigt: Die Preise für einen privaten Nachhilfelehrer sind zwar billiger geworden, aber trotzdem noch teuer genug: Eine Stunde kann bis zu 30 Euro kosten. Mehr hingegen kostet die ohnehin schon teurere Einzelnachhilfe im Lerninstitut: Der günstigste Lehrer verlangt für 60 Minuten knapp 10 Euro, der teuerste 73 Euro.

Die AK-Konsumentenschützer haben im Mai/Juni 2003 die Kosten für den privaten Nachhilfeunterricht erhoben, die Preise für Einzel- und Gruppenunterricht in Lerninstituten sowie die Preise für Intensivkurse in Wien und im Wiener Raum.

Private Nachhilfe ist im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent billiger geworden: Heuer kostet eine Nachhilfestunde im Durchschnitt 16,48 Euro (2002: 17,38 Euro). Der günstigste Nachhilfelehrer verlangt 7 Euro, der teuerste 30 Euro für eine Stunde. Wer Mathe, kaufmännische oder technische Fächer pauken muss, muss mit Kosten zwischen 11 und 30 Euro rechnen. Muss der Schüler für eine Sprache büffeln, so wollen die Nachhilfelehrer zwischen 7 und 25 Euro.

Wer sein Kind in ein Lerninstitut geben will, muss tiefer ins Geldbörsel greifen. Obendrein sind die Kosten für Einzelnachhilfe im Vergleich zu 2002 im Schnitt um über vier Prozent teurer geworden. Im Durchschnitt kostet eine Stunde Einzelnachhilfe knapp 27 Euro (2002:
25,81 Euro). Die Preise liegen zwischen 9,70 und 73,50 Euro. Billiger wird es für Eltern, wenn ihr Kind in einer Kleingruppe lernt. Diese Preise sind im Vergleich zum Vorjahr auch etwas billiger geworden: Die Lerninstitute haben Preise von 3,50 bis zu knapp 36 Euro für eine Unterrichtsstunde.

Wer nicht gerade für einen Nachzipf lernen muss, sondern sich zB auf die nächste Klasse vorbereiten will oder einen Auffrischungskurs besuchen will, kann das in einem Intensivkurs machen. Die Preise für Intensivkurse sind gestiegen: Einzelunterricht (60 Minuten) kostet von knapp 12 bis 36 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise um durchschnittlich vier Prozent gestiegen. Die Stundenkosten für einen Intensivkurs in einer Kleingruppe reichen von 3,16 bis 34,66 Euro, das sind durchschnittlich um fünf Prozent mehr als im Vorjahr. (Forts.)

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