RFW fordert für geschäftsführende GmbH-Gesellschafter eine einheitliche Lösung!

Hofmann: "Es ist an der Zeit diese Ungerechtigkeiten aus SPÖ-Regierungszeiten endgültig zu beseitigen!"

Wien (OTS/RFW) Sind geschäftsführende Gesellschafter einer GmbH Unternehmer oder Dienstnehmer? Diese Frage stellen sich ca. 45. 000 österreichische Unternehmer.
Bei der heutigen Präsentation der RFW-Aktion "Geschäftsführender GmbH-Gesellschafter" im Rahmen einer Pressekonferenz forderten die Spitzen des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW) erneut eine eindeutige und endgültige Lösung dieser Ungerechtigkeit. Baumeister Ing. Richard Lugner unterstützt ebenfalls tatkräftig die gesamte RFW-Aktion: "Entweder bin ich Selbständiger oder Dienstnehmer. Dieses Mischverhältnis darf nicht länger bestehen, es muss endlich Klarheit für den heimischen Unternehmer herrschen."

Hintergrund dieser, vom RFW initiierten Aktion, ist ein Beschluss aus dem Jahre 1993/94 unter dem sozialdemokratischen Finanzminister Lacina, der den geschäftsführenden GmbH-Gesellschaftern den Unternehmerstatus aberkannt hatte. Kernpunkt war die Einführung der dienstnehmerbezogenen Steuern und Abgaben für Unternehmer mit dem Ziel, vor allem den Gemeinden mehr Einnahmen zu bescheren.

"Diese ungerechte und ungleiche Behandlung, bei der Unternehmer, die mit bis zu 100 % an ihrer Gesellschaft beteiligt sind, Kommunalsteuer (KommSt) und Dienstgeberbeitrag (DB) bezahlen müssen, gehört umgehend abgeschafft", betont der WKÖ-Vizepräsident und stellvertretender Bundesobmann des RFW, Matthias Krenn, die Wichtigkeit dieser Aktion.

"Für die Gemeinden würde eine Änderung der Bestimmung keine wesentliche Belastung darstellen", versichert RFW-Bundesobmann, NAbg. DI Max Hofmann vor Journalisten", denn über den Finanzausgleich könnte man einen entsprechenden Teil den Kommunen zukommen lassen."

Der Lösungsansatz des RFW beinhaltet unter anderem, dass nur jene geschäftsführenden GmbH-Gesellschafter, die unter 25% Anteile besitzen, 3% KommSt und 4,5% DB zu zahlen haben, da sie einem Dienstnehmer nahe kommen, alle anderen wieder davon befreit werden.

"Die Aktion läuft noch den gesamten Sommer über. Bisher sind nahezu 2000 Unterstützungserklärungen in der RFW-Bundesgeschäftstelle eingegangen. Wir hoffen bis Ende September mit weit mehr als 10% Rückmeldungen der etwa 45.000 betroffenen Unternehmern", zeigt sich Krenn optimistisch.

Im Laufe des Pressegespräches wurde auch die Steuerreform andiskutiert, wobei sich Vizepräsident Krenn für die Einrichtung einer Plattform aussprach: "Es ist unumgänglich eine Plattform ins Leben zu rufen, der Wirtschaftsexperten genauso angehören wie Verantwortliche aus der Politik. Ziel dieser Plattform sollte es sein, den Wirtschaftsstandort Österreich und die Kaufkraft wieder in Schwung zu bringen, so rasch als möglich und so nachhaltig als möglich."

Auch DI Max Hofmann sprach sich dezidiert für eine nachhaltige Steuerreform aus, die seiner Meinung nach jedoch keinesfalls ein Belastungspaket nach sich ziehen darf: "Wir vom RFW setzen uns nicht nur für eine Reform des Steuerwesens ein, sondern wir fordern ebenso eine Strukturreform, bei der z.B. Bagatellsteuern, wie Kreditgebühren oder Mietvertragsgebühren endgültig der Vergangenheit angehören."

Abschließend wurde noch einmal auf die rasche Umsetzung der Steuerreform im Hinblick auf die EU-Osterweiterung von RFW-Bundesobmann Hofmann und WKÖ-Vizepräsident Krenn hingewiesen. Wichtig erscheint dem RFW in jedem Fall eine Senkung der Körperschaftssteuer auf unter 30%, sowie eine Strukturreform in Richtung faire Steuern (Flat-Tax), die vor allem eine Änderung im Steuerwesen und in der Lohnverrechnung bewirken sollte, um so überbordende Bürokratie und Verwaltung nachhaltig zu verringern.(gg)

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