Alpbacher Gesundheitsgespräche 24. und 25. August 2003

Neue Struktur und neuer Programmbeirat mit Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft

Wien (OTS) - Thema 2003: "Altern - Active Aging"

Die Gesundheitsgespräche in Alpbach werden mit Wirkung 2003 vom Europäischen Forum Alpbach selbst geleitet und von einem Team aus Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft begleitet. Vorbereitende Gespräche für diese Umstrukturierung wurden von
Dr. Erhard Busek, Präsident des Europäischen Forums Alpbach (EFA), schon seit längerem geführt. Mit dem Programm 2003 kommt diese Neuorganisation nun erstmals zum Tragen. Ziel ist es, die Gesundheitsgespräche zu einem hochrangigen Ereignis europäischen Zuschnitts zu machen. Die Themen wollen künftig wichtige, gesellschaftlich wie politisch aktuelle Fragestellungen aus dem Gesundheitsbereich umfassen.

Die Gesundheitsgespräche früherer Jahre fanden zwar während des Europäischen Forums in Alpbach statt, waren aber nicht vom Europäischen Forum selbst verantwortet. Mit 2003 wurde nun die neue Struktur verwirklicht. Eine Reihe von Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft konnte für den Programmbeirat gewonnen werden.

Gleichzeitig gelang es auch, die Finanzierung der Gespräche neu zu ordnen und damit sicherzustellen. Die in Österreich vertretenen Pharmaunternehmen Aventis, Baxter, Novartis und Roche haben sich bereit erklärt, gemeinsam mit der Pharmig, der Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen, einen Sponsorbeitrag von 70.000 Euro zu leisten. Mit dieser Hilfe ist es möglich, die Gesundheitsgespräche sorgfältig vorzubereiten und renommierte Vortragende für Alpbach zu gewinnen.

Alpbacher Gesundheitsgespräche 2003
Thema: "Altern - Active Aging"

Die alternde Gesellschaft ist Problem und Herausforderung für alle europäischen Industrieländer. Wie brisant dieses Thema ist, haben nicht zuletzt die Auseinandersetzungen um die Pensionsreformen in Österreich und in Frankreich gezeigt. Die Alpbacher Gesundheitsgespräche 2003 wollen mit der Behandlung dieses Problemkreises einen ersten Höhepunkt setzen. International anerkannte Experten und Persönlichkeiten werden zu diesem Thema sprechen.

Eröffnungsvortrag

Maria Rauch-Kallat ist Bundesministerin für Gesundheit und Frauen. Sie war in den Jahren 1992-94 Bundesministerin für Umwelt, Jugend und Familie und im Jahr 1995
Bundesministerin für Umwelt.

Acvtive Aging - aus internationaler Sicht:

Prof. Dr. Leo A. Nefiodow ist einer der bekanntesten Vertreter der Theorie der "langen Wellen" und gilt als einer der angesehensten Vordenker der Informationsgesellschaft. Er ist im GMD-Forschungszentrum Informationstechnik in St. Augustin bei Bonn tätig. In seinem Buch "Der fünfte Kontradieff" ging er auf die Möglichkeiten eines Strukturwandels unserer Wirtschaft vor dem Hintergrund der alternden Gesellschaft ein.

Prof. Vappu Taipale ist Director-General des National Research und Development Centre in Helsinki und eine der führenden europäischen Wissenschaftspersönlichkeiten zum Thema "Altern". Sie ist bzw. war in zahlreiche Projekte auf europäischer Ebene oder innerhalb der UNO involviert und ist zur Zeit Vorsitzende der External Advisory Group zum Thema "The Aging Population" innerhalb des EU-Forschungsprogramms.

Prof. Dr. Reinhart Waneck ist Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit und Frauen. Er war im Jahr 2000 Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales und in den Jahren 2000-03 Staatssekretär im Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen. Er ist weiters Universitäts-Professor in Wien und Vizepräsident der FEMS (Fèderation Européene des Medecins Salaries).

Active Aging - aus medizinischer Sicht:

Prof. Dr. Tom Kirkwood, Department of Gerontology, Institute for Aging and Health, Newcastle General Hospital. Der renommierte Alternsforscher war der erste britische Professor für Gerontologie. Eine seiner Botschaften ist, dass der Mensch nicht zum Sterben programmiert ist, sondern zum Leben. Die Lebenserwartung wird weiter steigen.

Prof. Dr. Georg Wick, Vorstand des Instituts für Pathophysiologie, Universität in Innsbruck, und seit kurzem Präsident des Wissenschaftsfonds. Auch Wick ist international renommierter Alternsforscher. Sein Motto: Alterskrankheiten sind der Preis für die Kraft der Jugend. Von ihm kamen wesentliche Beiträge zur Gestaltung des aktuellen Programms der Gesundheitsgespräche.

Prof. Gillian S. Butler-Browne, Faculté de Médecine Pitié-Salpêtrière, Paris, beschäftigt sich unter anderem mit der Leistungsfähigkeit und den Grenzen des menschlichen Bewegungsapparats. Hilft die Fitness-Welle beim erfolgreichen Altern - oder schadet sie?

Dr. Katharina Pils leitet das Sozialmedizinische Zentrum Sofienspital in Wien und ist eine der führenden österreichischen, aber auch international anerkannten Experten zum Thema Aging.

Patientenautonomie in Zeiten knapper Kassen

Reduzierte finanzielle Möglichkeiten schränken die Möglichkeit alter Menschen, am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen ein. Wie wird außerdem gewährleistet, dass zunehmend hilfsbedürftigen Personen ihre persönliche Autonomie und Würde erhalten bleibt?

Prof. Dr. Bernhard Felderer, Leiter des Institutes für höhere Studien in Wien und Professor für Volkswirtschaftslehre in Köln. Er ist anerkannter Berater von Bundesregierung, Ministerien und Verbänden in Deutschland und in Österreich und ebenso persönlicher Berater in Fragen der Wirtschafts- und Sozialpolitik von Regierungsmitgliedern in der Slowakei, der Ukraine und in Russland.

Dr. Jochen Taupitz leitet das Institut für Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik an der Universität Mannheim und beschäftigt sich besonders mit Soziologie des Alterns und Fragen der persönlichen Autonomie des alten Menschen.

Soziologie des Alterns:

Prof. Dr. Rudolf Bretschneider ist geschäftsführender Gesellschafter des Fessel-GfK-Institutes und u.a. Lehrbeauftragter am Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien. Er hat zahlreiche Publikationen zu sozialwissenschaftlichen Fragen veröffentlicht.

Prof. Dr. Anita Rieder ist Professorin für Sozialmedizin an der Universität Wien und widmet sich besonders Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie war unter anderem temporary adviser der WHO und hat die wissenschaftliche Leitung des Herz-Kreislauf-Präventionsprogrammes der Stadt Wien.

Kunst und Altern:

Lesung und Gespräch mit Prof. Fritz Muliar

Teilnahme an den Alpbacher Gesundheitsgesprächen 2003 - Kosten Die Tagungsgebühr beträgt Euro 460,00. Der Tagungspreis versteht sich exklusive Unterkunft und Verpflegung.

Die ermäßigte Tagungsgebühr beträgt Euro 230,00. Ermäßigte Preise werden für Studenten bis zum vollendeten 30. Lebensjahr, UniversitätsassistentInnen bis zum vollendeten 40. Lebensjahr gegen Vorlage eines entsprechenden Nachweises berechnet.
Ein Veranstaltungstag/Tageskarte: Euro 220,00 (Ermäßigt Euro 110,00)

Anmeldung

Registrierung über Fax: +43 (1) 718 17 01 oder Internet:
http://www.alpbach.org/anmeldung

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Robert Prachar
Europäisches Forum Alpbach
Tel. +43 (1) 718 17 11-15
Fax: +43 (1) 718 17 01
robert.prachar@alpbach.org

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