AK: Rezeptpflicht für Magnetfeldgeräte erschwert Geschäftemacherei

Langjährige AK-Forderung erfüllt - Wer weiterhin Laienwerbung mit Magnetfeldtherapien betreibt, macht sich strafbar

Wien (AK) - Endlich ist die Rezeptpflicht für Magnetfeldgeräte da - eine langjährige AK-Forderung wurde erfüllt, reagiert die AK positiv auf die Magnetfeldtherapiegeräteverordnung. Damit fällt auch die Laienwerbung. Wer trotzdem weiterhin unverschämt mit Magnetfeld-Gesundheitsversprechen wirbt oder diese Produkte im Gasthaushinterzimmer verscherbelt, macht sich strafbar, warnt die AK.

Die Magnetfeldtherapiegeräteverordnung ist seit 25. Juli gültig. Sie besagt, dass Magnetfeldgeräte zur Eigenanwendung nur auf Grund einer ärztlichen Verschreibung abgegeben werden dürfen, erklärt AK-Konsumentenschützerin Petra Lehner. Der Abgeber muss das Rezept mindestens drei Jahre aufbewahren. Die Verschreibung muss den Namen des verschreibenden Arztes und der Person, für die das Gerät bestimmt ist sowie eine Bezeichnung des verordneten Gerätes enthalten. Außerdem müssen die Therapiemodalitäten einschließlich behandlungsspezifischer Einstellungsparameter und die Behandlungsdauer am Rezept verzeichnet sein. Die AK begrüßt diese neuen Vorgaben. Einerseits haben Personen, bei denen Magnetfelder helfen, weiterhin Zugang zu Therapiegeräten und andererseits ist besser sichergestellt, dass die Therapien auf die jeweiligen Leiden und Personen abgestimmt sind und diese auch entsprechend beraten werden. Viele werden so auch draufkommen, dass ein Eigenerwerb gar nicht zielführend ist. Und durch die Rezeptpflicht ist auch die Laienwerbung verboten, erklärt die AK-Konsumentenschützerin. Wer also weiterhin unverschämt die unglaublichen Wirkungen von Magnetfeldmatten bewirbt oder Versprechungen macht, macht sich strafbar. Entsprechende Werbeinserate können an die AK übermittelt werden: AK Wien Konsumentenschutzabteilung, 1040, Prinz Eugen-Straße 20-22.

Die AK hat bereits vom ehemaligen Gesundheitsminister Haupt und jetzt auch von Ministerin Rauch-Kallat Maßnahmen zum Schutz der Konsumenten gefordert und immer wieder eine Rezeptpflicht für Magnetfeldtherapiegeräte verlangt. Nun wurde endlich - mit zwei Jahren Verzögerung - eine entsprechende Verordnung erlassen, freut sich Lehner.

Seit einigen Jahren schon boomt das Geschäft mit Magnetfeldmatten, die als Wundermittel bei allen möglichen Leiden angepriesen werden. Dabei wird das Blaue vom Himmel versprochen und den Leuten das Geld aus der Tasche gezogen, sagt Lehner. Sehr häufig sind die "Opfer" Pensionisten, die sich Linderung sämtlicher Leiden erhoffen. Bei Preisen von bis zu 3.000 Euro sind die Produkte eindeutig ein "Kassen-Magnet" für die Anbieter, meint Lehner. Denn die Wirkung der Magnetfeldtherapie ist nur bei wenigen Leiden tatsächlich erwiesen:
bei Knochen- und Knorpelverletzungen, zur Schmerzlinderung bei degenerativen Gelenkserkrankungen und Muskelverspannungen.

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