Gesundheit ist ein Grundrecht und kein Luxusgut!

Sozial-Landesrat Josef Ackerl "Armut macht krank"

"Offenbar hat es Schwarz-Blau bei allen Maßnahmen, die unter dem Deckmantel von "Reformen" gesetzt werden auf die Schwächsten der Gesellschaft abgesehen. Das ist sozial doppelt ungerecht, denn eine Vielzahl von Studien beweist, dass Armut krank macht. Genau die schwächeren Mitglieder der Gesellschaft werden von den geplanten Selbstbehalten besonders getroffen. Damit wird der Kreislauf aus Krankheit und Armut zusätzlich verstärkt. Schwarz-Blau ist aufgerufen, endlich bei denen zu sparen, die es sich leisten können, das heißt, runter mit den Gewinnen der Pharmakonzerne durch verstärkten Einsatz von Generika, Reduktion der Apothekerspannen. Die vorgeschlagene unausgegorene Zusperrdrohung bei den Krankenhäusern führt hingegen nur zur Verunsicherung der Bevölkerung", kritisiert Sozial-Landesrat Josef Ackerl die neuesten Entwicklungen in der Gesundheitsvorsorge.

Immer wieder geht aus wissenschaftlichen Untersuchungen hervor, dass Armut krank macht. Pensionsreform, Ambulanzgebühr, Selbstbehalte, Abschaffung der Notstandshilfe, Nicht-Valorisierung des Pflegegeldes. All diese Maßnahmen führen dazu, dass bestimmte Personengruppen in Österreich immer weniger an der Gesundheitsversorgung partizipieren können. "Dass die ÖVP keine Rücksicht auf die Schwächeren in der Gesellschaft nimmt, ist mir ja mittlerweile klar. Dass aber auch die FPÖ bei all diesen unsozialen Maßnahmen mit dabei ist, wundert mich. Anscheinend wird die FPÖ immer mehr zur Partei jener, die es sich richten können", so Landerat Josef Ackerl.

Die Anhebung der Generika-Quote auf 30% brächte in Österreich bis 2006 rund 500Mio. Euro. Die OÖ. GKK hat diesen Weg bereits eingeschlagen und weist bereits jetzt mit 13,12% den höchsten Generika-Anteil von allen österreichischen Kassen auf. Durch eine Anhebung des Generika-Anteils ließe sich daher die Einführung von neuen Selbstbehalten vermeiden.

Auch die Reduktion der Apothekenspannen bietet die Chance für Einsparungen, die nicht die Ärmsten der Gesellschaft belasten. Die Europäische Vereinigung der Pharmaindustrie bestätigt, dass die österreichischen Apotheker nach Preisnachlass 27,9% als Spanne vereinnahmen, während der europäische Schnitt bei 23,7% liegt.

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