Caritas: Menschenbild versus Feindbild

Kommentar zum Tod von Cheibani W. auf der Homepage der Caritas der Erzdiözese Wien

Wien (OTS) - "Der erschütternde Tod von Cheibani W. hat wieder einmal deutlich gemacht, wie auch in Österreich Mensch nicht gleich Mensch ist. Er ist damit ein trauriges (Sitten)bild auch unserer Gesellschaft. Er spiegelt recht deutlich die Tatsache wider - die uns in unserer Arbeit leidvoll und täglich berichtet bzw. sichtbar wird -, dass AfrikanerInnen oder etwa AslywerberInnen im Allgemeinen nicht die gleiche Existenz- und Schutzberechtigung einfach als Menschen zugesprochen erhalten, wie wir ÖsterreicherInnen sie haben." So Dr. Werner Binnenstein-Bachstein, Bereichsleiter für Soziale Arbeit der Caritas der Erzdiözese Wien, in einem Kommentar, nachzulesen auf http://www.caritas-wien.at

Vorverurteilungen, wonach Schwarzafrikaner "alle irgendwie im Drogengeschäft tätig seien" oder AusländerInnen "uns die Jobs wegnehmen würden", bereiteten den "gesellschaftlichen Boden für derart unfassbare Ereignisse". "Feind-Bilder müssen endlich abgebaut und durch Menschen-Bilder ersetzt werden, und zwar frühzeitig: in Schulen, in Universitäten, in öffentlichen Einrichtungen, an Stammtischen usw. Das Schüren von Feindbildern bringt sozialen Unfrieden und in letzter Konsequenz den Tod von Mitmenschen wie Cheibani W."

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Mag. Barbara Morawetz
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