AK-Präsident Wipplinger: Unfallrentenbesteuerung endgültig abschaffen!

Viele Betroffene sollen noch ihr Geld vom Finanzamt zurück fordern

Linz (OTS) - Der Verfassungsgerichtshof hat mit seinem Urteil vom Dezember vergangenen Jahres die überfallsartig eingeführte unsoziale Besteuerung der Unfallrenten für die Jahre 2001 und 2002 aufgehoben. Die bereits bezahlte Steuer wird jedoch vom Finanzamt nicht automatisch rückerstattet.

Wie die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage ans Tageslicht brachte, war bis Ende Mai erst in 57.180 (für das Jahr 2001) und in 25.250 Fällen (2002) die Rückzahlung erfolgt. Insgesamt gibt es in Österreich aber rund 110.000 Bezieher von Unfallrenten. "Tausenden Menschen stünde also noch eine Rückzahlung des Geldes zu, das ihnen von der Pensionsversicherungsanstalt abgezogen werden musste", so AK-Präsident Hubert Wipplinger.

Wer also noch keine Rückzahlung beantragt hat, sollte dies daher mit dem Antrag auf Arbeitnehmerveranlagung (Formular L1) beim zuständigen Finanzamt raschest nachholen und auch die zustehenden Steuerabschreibungen nicht vergessen.

Wenig bekannt ist, dass die Unfallrentensteuer nicht endgültig aufgehoben wurde und seit Beginn dieses Jahres weiter gilt. Das Parlament müsste bis Jahresende eine verfassungskonforme Lösung finden. AK-Präsident Wipplinger fordert von der Regierung Einsicht und verlangt, dass diese unsoziale Steuer endgültig wieder abgeschafft wird: "Es ist grotesk, Unfallrenten zuerst zu besteuern, dann diese Besteuerung auszusetzen und sie zeitlich verzögert wieder einzuführen."

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