"Neues Volksblatt" Kommentar: "Unterschied" (Von Franz Rohrhofer)

Ausgabe vom 25. Juli 2003

Linz (OTS) - =

Es stimmt schon: Immer wenn Landtagswahlen vor der
Tür stehen, melden sich Landespolitiker besonders gerne und kritisch zur Bundespolitik. So hielten es schon Erwin Pröll und Josef Pühringer und jetzt reiht sich Salzburgs Landeshauptmann Franz Schausberger unter die Mahner an den Bund ein. Mancherorts wird das mit Häme vermerkt, doch was bitte ist daran so schlecht? Es gehört zu den positiven Begleiterscheinungen von Wahlen, dass Politiker besonders hellhörig sind und werden. Wenn sie das Gehörte an höhere, um nicht zu sagen abgehobenere Instanzen weiterleiten, kann das nur recht sein. Landes- und Gemeindepolitiker sind eben das Sprachrohr der Menschen, der Verstärkereffekt einer bevorstehenden Wahl ist notwendig und wünschenswert. So gesehen wären auch Wortmeldungen aus Kärnten durchaus gerechtfertigt, stehen doch auch dort Wahlen vor der Tür. Leider merkt man eine andere Absicht und ist verstimmt. In Tirol, Salzburg oder Oberösterreich ist man froh, wenn die Bundesregierung gute Politik für die Menschen macht. Jörg Haider möchte die Koalition am liebsten sprengen. Das ist der Unterschied.

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