Gerechtigkeit kennt keine Hautfarben!

In Folge des nach wie vor ungeklärten Todes von Seibani Wague findet morgen, Freitag, eine Demonstration "gegen den institutionellen Rassismus" statt Wien (OTS) - Die Demonstration am Freitag, 25. Juli 2003, startet um 17 Uhr am Westbahnhof unter den Motti "Gegen den institutionellen Rassismus" und "Gerechtigkeit für Seibani Wague". Die veranstaltenden Organisationen fordern die Klärung der strafrechtlichen Konsequenzen aller Verantwortlichen, eine vollständige Veröffentlichung des Obduktionsberichtes, den sofortigen Rücktritt des Innenministers und ein wirksames Antidiskriminierungsgesetz.

Institutioneller Rassismus ist in Österreich seit Jahren ein ungelöstes Problem. Der Alltagsrassismus führt insbesondere zu einer beinahe legalisierten Ungleichbehandlung von Minderheiten und MigrantInnen. Besonders die AfrikanerInnen in Österreich, die sich durch ihr Äußeres deutlich abheben, werden mit weitgehender Billigung der Öffentlichkeit anders behandelt - wie auch schon der Fall Marcus Omofuma 1999 eindrücklich zeigte.

Saskja Schindler vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien stellt fest:
"Vorfälle wie dieser bleiben leider auch deswegen häufig ohne Konsequenzen, weil über breit propagierte Konstrukte und Stereotype Rassismus salonfähig gemacht wird. Herrschaft wird gefestigt und Entsolidarisierung vorangetrieben. Dabei handelt es sich ja nicht um einen isolierten Vorfall, sondern er reiht sich in eine rassistische Grundstimmung breiter Bevölkerungskreise ein."

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