Frais: Für Transparenz und Offenlegung der Anteile

Voest: Aufklärungsbedürftige Verbindungen zwischen Managern und Eigentümern

Linz (OTS) - Es sei ebenso eigenartig wie aufklärungsbedürftig, wie sehr sich der Vorstand der Voestalpine immer wieder als eine Art Miteigentümer verhalte, meint der SP-Klubobmann im oberösterreichischen Landtag, Dr.Karl Frais. "Es gibt da seltsame Verbindungen zwischen ÖIAG sowie anderen Eigentümern auf der einen Seite und den Voest-Managern auf der anderen Seite. So ist es wohl mehr als merkwürdig, dass sich die VP-Raika-Voestvorstand-Connection so vehement für eine sofortige Privatisierung stark macht und dabei noch offen für 'ihr' Modell eintritt. Ich fordere von den Vorständen und Aufsichtsräten, dass sie allfällige Privatbeteiligungen an der Voest und ihren Tochterunternehmen offen legen, um eine 'schiefe Optik' wie im Fall Struzl erst gar nicht entstehen zu lassen."

Es falle - so Frais - gerade in letzter Zeit immer wieder auf, wie eifrig und willig der Voest-Vorstand für die Eigentümer denke und handle. "Die Voest-Manager machen - was im engeren Sinn gar nicht ihre Aufgabe ist - permanent Druck für eine rasche Totalprivatisierung, welche aus der Natur der Sache mit Privatinteressen verbunden ist. Es erhebt sich die Frage, inwieweit Manager und Aufsichtsräte des Unternehmens hier möglicherweise ebenfalls private Interessen zu verteidigen oder zu wahren haben. Um jegliche Anrüchigkeit zu vermeiden, fordere ich volle Transparenz und Offenlegung all ihrer Beteiligungen."

Die Voestalpine gehöre eben nicht der Regierung, sondern über die ÖIAG zu mehr als einem Drittel dem Volk von Österreich. "Es geht ja gar nicht darum - wie von allerlei Demagogen immer wieder behauptet wird - die Voest jetzt quasi rückzuverstaatlichen. Es geht ausschließlich darum, sie über eine Sperrminorität des Staates als österreichisches Paradeunternehmen abzusichern. Und weil es um Volksvermögen geht, wäre es nur recht und billig, das Volk darüber zu befragen, ob es das will. Das Ergebnis dieser Befragung ist verfassungsrechtlich abzusichern, womit das Argument entkräftet werden kann, dass im Fall eines Regierungswechsels die Voest mit einfacher Parlamentsmehrheit neuerlich in die Supermarktregale des internationalen Großkapitals befördert werden könnte" verlangt Frais.

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