Gschwentner empfiehlt Rauch-Kallat die Tiroler Gesundheits- und Sozialsprengel als Lehrbeispiel für die Gesundheitsreform

Gesundheitswesen: Tirol als Vorbild für Österreich!

Wien (SK) "Die aktuelle Diskussion um die Reform des Gesundheitswesens in Österreich läuft in die völlig falsche Richtung. Es wird nicht über Strukturänderungen zur Senkung der gesamtwirtschaftlichen Kosten, sondern vorwiegend um die Verteilung der gegebenen Kosten diskutiert", kritisiert am Donnerstag der Tiroler SPÖ-Vorsitzende LHStv. Hannes Gschwentner gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

In den aktuellen Vorschlägen von Gesundheitsministerin Rauch-Kallat kommen, laut Gschwentner, vor allem die sozial Schwächsten unter die Räder der "Gesundheitsökonomen". Statt dessen sollte man mehr auf die "Gesundheitsökologen" hören. Es geht darum, durch geeignete Strukturen die Krankenhaushäufigkeit und die Aufenthaltsdauer zu senken und eine örtlich nahe soziale und gesundheitliche Betreuung sicherzustellen. In Tirol gelingt dies in den Gesundheits- und Sozialsprengeln seit Jahren bestens.

Auch Hannes Gschwentner ist der Meinung, dass zu viele Betten die Hauptbelastung im Gesundheitswesen darstellen. In dieser Beziehung müssten aber zu allererst die Länder ihre Hausaufgaben machen. In Bundesländern, wo die Vorsorgemedizin gut funktioniert, wie in Tirol und Vorarlberg, gibt es jetzt bereits trotz der hohen Tourismusquote weniger Betten in den Krankenhäusern. Tirol war immer ein positives Beispiel in der Vorsorgemedizin. Dies vor allem auch deshalb, weil die Sozialdemokraten im Bereich der Gesundheits- und Sozialsprengel schon vor vielen Jahren die richtigen Akzente in die richtige Richtung gesetzt haben.

"Es geht aber auch um die Bekämpfung der krankmachenden Ursachen und um die Verantwortung jedes einzelnen für seine Gesundheit. Dabei kommt der Vorsorgemedizin, der Gesundheitserziehung und der Gesundheitsberatung eine zentrale Rolle zu. Statt des Feilschens um die Höhe des Selbstbehaltes der Patienten erwarte ich mir ein umfassendes Konzept der Gesundheits- und Sozialpolitiker. Der Zerstörung bewährter und gewachsener Strukturen durch die schwarz-blaue Regierung muss ein Ende bereitet werden", schloss Gschwentner. (Schluss) up/mp

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