Medikamentenpreis für Arzt und Patienten sichtbar machen Transparenz auf Rezept

Wien (OTS) - Über 6,3 Millionen Rezepte werden jedes Jahr auf Rechnung der OÖGKK ausgestellt. Bald könnten viele dieser Rezepte eine zusätzliche Information enthalten: den Preis des verordneten Medikaments. Mit Hilfe einer von der OÖGKK geförderten Software ist es einfach möglich, den Krankenkassen-Abgabetarif auf jedem Rezept aufzudrucken. Aber auch ein Packungs-Aufdruck durch die Hersteller wäre möglich.

Die gute Zusammenarbeit zwischen den oberösterreichischen Ärzten und der OÖGKK hat dazu geführt, dass Oberösterreich als Vorzeigemodell für verantwortungsvollen Umgang mit Arzneien gilt. Das sichert die Qualitätsversorgung der Patienten und die Arzneimittelökonomie. Der Preisaufdruck am Rezept gibt dem verordnenden Arzt nochmals die Möglichkeit, seine Therapie-Anordnung zu überprüfen: gibt es vielleicht ein anderes - gleich oder besser wirksames - Medikament zu einem günstigeren Preis?

Auch für die Versicherten schafft diese Information Transparenz. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt zu informierten und kostenbewussten Patienten - ohne dass diese durch Selbstbehalte belastet würden.

Einige engagierte Ärzte nutzen bereits die Möglichkeit des Preisaufdrucks am Rezept. Die Voraussetzungen für eine weitere Verbreitung dieses Modells sind sehr gut: 88 Prozent der oberösterreichischen Vertragsärzte setzen bereits EDV zur Abrechnung mit der OÖGKK ab. Auch das Ökonomie-Tool, eine von der OÖGKK geförderte Software zur Unterstützung bei der Medikamentenauswahl, wurde von den Ärzten sehr positiv angenommen. Die OÖGKK fordert aber auch den Hauptverband und die Pharmawirtschaft auf, an transparenzfördernden Maßnahmen bei den Medikamentenpreisen mitzuarbeiten.

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