Heinisch-Hosek: "So können die Probleme am Lehrstellenmarkt nicht gelöst werden, Herr BM Bartenstein!"

Wien (SK) SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Gabriele Heinisch-Hosek erklärte am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ in Reaktion auf die Pressekonferenz der Minister Bartenstein und Gehrer sowie WKÖ-Präsident Leitl: "Ich habe massive Zweifel, dass eine Lösung der Probleme am Lehrstellenmarkt nun wirklich in Angriff genommen wird. Das hätte man nämlich schon längst tun müssen. Die SPÖ hat bereits letztes Jahr im Sommer ein 10 - Punkte - Lehrlingspaket vorgestellt, welches sowohl kurzfristige Abhilfe für die aktuelle Krise am Lehrstellenmarkt als auch mittel- und langfristig wirksame Maßnahmen, die das Recht auf Bildung und Ausbildung für jeden jungen Menschen sicherstellen, beinhaltet", so Heinisch-Hosek. ****

"Ich unterstütze die jetzigen Pläne der Regierung, die Situation für Lehrlinge in Österreich zu verbessern, werfe ihr aber vor, dass sie bisher das Problem der Jugendarbeitslosigkeit ignoriert hat", so die Abgeordnete.

"Die heute von BM Bartenstein und Präsident Leitl vorgestellten Vorschläge sind punktuelle Maßnahmen für die Zukunft, ein durchgängiges Basiskonzept fehlt aber. Außerdem wird damit das Lehrstellenproblem im Herbst nicht gelöst. Welche Antwort gibt Bartenstein den tausenden Jugendlichen, die im Herbst auf der Straße stehen werden und denen er einen Ausbildungsplatz garantiert hat", fragt sich Heinisch-Hosek.

Inhaltlich gehe es im Lehrlingsprogramm der SPÖ darum, dass das Jugendausbildungssicherungs-Gesetz wieder um die Lehrlingsstiftungen ergänzt wird, wodurch zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden könnten.

Weitere Forderungen sind die Verbesserung der Berufsvorbereitung an den Pflichtschulen, die Sicherung der Ausbildungsquantität, die Sicherung und Verbesserung der Ausbildungsqualität und die Einführung der Vollzeitberufsschule als Schulversuch, wo Bedarf gegeben ist.

Die SPÖ spricht sich auch für einen Lastenausgleich zwischen Betrieben, die Lehrlinge ausbilden, und jenen, die nicht ausbilden, aus. Dafür soll ein Lehrlingsfonds eingerichtet werden, in den Betriebe, die nicht ausbilden, einzahlen. Die Lehrlingsausbildung soll laut Heinisch-Hosek auch in Ausbildungsverbünden erfolgen, zumal oft ein einzelner Betrieb nicht alle notwendigen Qualifikationen vermitteln kann. Außerdem soll in der Berufsschule mehr Wert auf die Vermittlung von sozialen und rhetorischen Kompetenzen gelegt werden. (Schluss)up
Das gesamte 10 - Punkte - Lehrlingspaket ist unter www.gabriele.heinisch-hosek.spoe.at abrufbar.

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