Schwarzenbergplatz: Lichtblick vom Ring zum Hochstrahlbrunnen

Vollsperre dient Beschleunigung der Bauabläufe - Flexibilätät bei Koordinierung der Fachdienststellen

Wien (OTS) - Einen ersten Eindruck des Projekts des spanischen Architekten Alfredo Arribas zur Neugestaltung ("Lichtblick") des Schwarzenbergplatzes vermittelt der Blick vom Ring zum Hochstrahlbrunnen, auch wenn dieser durch das Baugeschehen zwischen der Lothringerstraße und der Fläche vor dem Hochstrahlbrunnen bzw. der Verbindungsfahrbahn etwas beeinträchtigt ist. Unter der Federführung der MA 28 - Straßenverwaltung und Straßenbau (Geschäftsgruppe Stadtentwicklung und Verkehr) sind neben dem reinen Straßenbau mehrere andere Fachdienststellen der Stadt Wien und die Wiener Linien tätig, um das im Oktober 2002 angelaufene - derzeit wohl größte Vorhaben der Stadt Wien zur weiteren Hebung des Stadtbilds und zur Neuordnung der Verkehrsabläufe auf diesem zentralen Platz - bis Mai 2004 zu realisieren. Seitens der Bauleitung weist Ing. Günther Kreminger, der von der federführenden MA 28 mit der Projektkoordination betraut ist, auf zwei Punkte besonders hin:
"Zum einen ermöglicht die Vollsperre rationelle und beschleunigte Bauabläufe in einem ohnehin sehr komplexen und verschachtelten Baugeschehen. Es galt, diese Vorteile abzuwägen, auch wenn in der Öffentlichkeit manche diese Sperre nicht goutiert haben mögen. Zum anderen stellt die Koordination zwischen den Einbautendienststellen eine Hauptaufgabe einer tunlichst flexiblen Bauleitung dar, vor allem dann, wenn sich bei den Terminabfolgen Umschichtungen als notwendig erweisen".

Schon in der ersten Bauphase ist viel geschehen, Zahlen (alle gerundet), die für sich sprechen: 4.000 Quadratmeter Fahrbahn und 2.000 Quadratmeter Gehsteige wurden neu hergestellt, davor 5.000 Meter Kabel verlegt. Gerade die Kabellegungen sind von einem speziellen Punkt zu sehen - der "Lichtblick" wird auf dem Schwarzenbergplatz mit dem Gestaltungselement Beleuchtung eine neue Dimension einbringen: eine Ordnung mit Betonung der Längsrichtung und zudem das Zur Geltung bringen der prächtigen Fassaden der den Platz umgebenden Gebäude. Kreminger betont in diesem Zusammenhang das gute Verhältnis zu den Anrainern, die sich trotz naturgemäß notwendiger Beeinträchtigungen und Provisorien durchaus verständnisvoll zeigen, denn es sind noch beträchtliche weitere Bauleistungen zu erbringen:
im heurigen Sommer werden noch 5.000 Quadratmeter Fahrbahnfläche und 2.000 Quadratmeter Gehsteige angelegt, 8.000 Meter Kabel werden eingebaut, 1.200 Laufmeter Randsteine hergestellt - insgesamt werden es an die 22.000 Tonnen Material sein, die verarbeitet werden müssen. Frau DI Layr (MA 28) hat dazu eine Rechnung publiziert, die besagten 22.000 Tonnen entsprächen etwa 1.300 LKW-Ladungen, rechne man die Kleinmaterialien dazu, komme man auf rund weitere 700 LKW-Ladungen.

Zu den unmittelbaren Arbeiten der MA 28, sie umfassen derzeit mehrere Bereiche, zählt das Herstellen der bituminösen Tragschicht für die neuen Fahrbahnabschnitte, auf die schon Ende Juli die Fußgänger umgeleitet werden sollen. Der Fahrbahnherstellung sind zum Teil Bodenauswechslungen, da an manchen Stellen ein zu weicher Untergrund bestand, bis zu einer Tiefe von 70 Zentimetern vorausgegangen. Die Aufbrucharbeiten sind oft schwer abzuschätzen, auch verursacht die anschließende Bodenverdichtung Vibrationen, man müsse auf sensible Geräte in der Umgebung Rücksicht nehmen. Der Personaleinsatz ist durch die Vielzahl von Einzelmaßnahmen größer als bei "normalen" Straßenbaustellen - allein im Arbeitsgebiet der MA 28 sind rund 100 Mann beschäftigt, nicht gerechnet die Mitarbeiter der anderen Dienststellen. Öfters sind auch zusätzliche Adaptierungsmaßnahmen erforderlich, vieles ergibt sich aus den Bauabläufen, ergänzt Kreminger: "Da ist Flexibilität angesagt".

Zwischen den neuen Radwegen - einer der Hauptpunkte der Neugestaltung oder noch besser "Neuordnung" des Platzes - und Gehwegen werden anstelle herkömmlicher Markierungen weiße Betonsteine Begrenzungen bilden, hellerer Gussasphalt - der Gussasphalt auf der Fahrbahn wird dunkler gehalten - wird Benutzerfreundlichkeit signalisieren. Über weitere Einzelelemente der Gestaltung, auch die auf dem Beleuchtungssektor, wird ein Beitrag in der rk am Donnerstag informieren. (Schluss) pz

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