Grillitsch: Dank Agrarsystem trotz Dürre stabile Lebensmittelpreise

Agrarmarktordnung bewährt sich auch in Zeiten der Dürre

Wien (AIZ) - Stabile Preise bei Grundnahrungsmitteln bieten einerseits den Bauern eine wirtschaftliche Mindestsicherheit und andererseits können sich die Konsumenten auf Preisstabilität bei Nahrungsmitteln verlassen. "Niemand braucht auf Grund von Wetterschwankungen damit rechnen, plötzlich wesentlich mehr für Nahrungsmittel bezahlen zu müssen. Derartige Verschiebungen in der Ausgabenstruktur würden viele Haushalte unerträglich belasten und die gesamte Wirtschaft in massive Mitleidenschaft ziehen. Die funktionierenden Mechanismen der Agrarmarktordnung garantieren der Bevölkerung auch in Dürrezeiten sichere Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln zu fairen Preisen", stellte heute Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch in einer Aussendung fest.

Jedenfalls für Grundnahrungsmittel wie Brot könnten größere Preissteigerungen für den Konsumenten ausgeschlossen werden. Sichergestellt werde dies nicht durch Importe, sondern durch die effiziente EU-Agrarmarktordnung. Das sei nicht überall auf der Welt so und auch nicht selbstverständlich. Die EU produziere 92 Mio. t Weizen. Damit könne auch bei größeren Ernteausfällen die Versorgung sichergestellt werden. Der Import von agrarischen Produkten aus anderen Teilen der Welt könnte größere Produktionsrückgänge in Europa nicht wettmachen. So produzierten die USA lediglich 53 Mio. t Weizen und könnten als "Nothelfer" in Europa nur begrenzt einspringen.

"Die aktuelle Dürre zeigt wieder deutlich, dass Agrarpolitik keine rein marktorientierte Politik sein kann und Naturgesetze nicht außer Kraft gesetzt werden können. So erwartet jeder Österreicher wie selbstverständlich, dass seine Lebensmittelversorgung auch in Zeiten von größeren Ernteausfällen gesichert ist und die Preise für Grundnahrungsmittel auf Grund von Verknappungen nicht explodieren. In Zeiten zunehmender Naturkatastrophen wird auch unter diesem Aspekt eine funktionierende Agrarpolitik immer wichtiger für die gesamte Bevölkerung. Die reinen Agrarliberalisten, die einen massiven Abbau oder gar die Zerschlagung der Agrarmarktordnung fordern, sollen endlich einmal auch die zentrale Bedeutung der Agrarpolitik für unser gesamtes Wirtschaftssystem und die soziale Sicherheit in unserem Land zur Kenntnis nehmen. Dies heißt auch, die Agrarpolitik bei ihrem Einsatz für stabile Verhältnisse in der Landwirtschaft und für die Bereitstellung der notwendigen Mittel zu unterstützen. Insbesondere gilt dies für die Bauern, die heuer massiv von der Trockenheit betroffen sind. Vielleicht sind nämlich gerade sie es, die nächstes Jahr die Grundversorgung sichern, wenn es möglicherweise massive Ausfälle in anderen Gebieten gibt", so Grillitsch abschließend. (Schluss)

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