Grüne fordern Antidiskriminierungsgesetz

Wien (OTS) - Heftige Kritik am Entwurf der Bundesregierung für ein Gleichbehandlungsgesetz übten die Grünen am Mittwoch in einem Pressegespräch. Wie Stadträtin Mag. Maria Vassilakou sowie die Nationalratsabgeordneten Terezija Stoisits und Ulrike Lunacek ausführten, würde ein Antidiskriminierungsgesetz Sinn machen, das einen wirksamen Kampf gegen den Rassismus ermöglichen würde.

Wie Vassilakou sagte, hätte ein Viertel der Wiener Bevölkerung einen anderen als einen deutschsprachigen Hintergrund. Die meisten von ihnen würden höhere Mieten als Inländer bezahlen und grundsätzlich keine Wohnung in einem Gemeindebau erhalten. Täglich gebe es in Zeitungen Annoncen mit dem Vermerk "keine Ausländer" und zahlreiche Institutionen wären für Ausländer geschlossen. Afrikaner, viele von ihnen mit einer hohen Qualifikation, würden bestenfalls einen Job als Taxifahrer bekommen.

Ein Antidiskriminierungsgesetz sei eine Investition in die Zukunft, es würde einem Viertel der Bevölkerung Vertrauen in den Rechtsstaat geben. In dieser Richtung sollten alle Gesetze durchforstet werden.

Im Zusammenhang mit dem Tod eines Afrikaners im Afrika-Dorf im Wiener Stadtpark verlangen die Grünen vom Innenminister entschiedenes Handeln. Dieser habe sich bisher in keiner Weise zu den Vorfällen geäußert.

Weitere Informationen dazu: Grüner Klub im Parlament, Tel.: 401 10/66 98, im Internet unter http://www.gruene.at/ . (Schluss) ull/rr

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Peter Ullmann
Tel.: 4000/81 081
ull@m53.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0010