Gallo: Gentechnikfreies Kärnten mutig schützen!

Anti-GVO-Paket zur Schadensbegrenzung rasch umsetzen

Klagenfurt, 2003-07-23 (fpd) Die derzeit in der EU geführte Diskussion, um die Zulassung gentechnisch veränderter Organismen (GVO), erfordere unbedingt den auf Landesebene vorhandenen Spielraum mutig und rasch für Sofortmaßnahmen zur Schadensbegrenzung zu nützen, sagt der freiheitliche Umweltsprecher LAbg. Johann A. Gallo.

Die in Kärnten praktisch immer noch gentechnikfreie Landwirtschaft müsse vor der existenziellen Bedrohung geschützt werden, der berechtigte Wunsch der überwiegenden Mehrheit aller Konsumenten nach frischen, gesunden und naturnahe produzierten Lebensmitteln ohne GVO-Verunreinigung sei eine Lebensfrage und müsse voll erfüllt werden, fordert der Abgeordnete.

Basierend auf einem FPÖ/SPÖ-Antrag, den der Kärntner Landtag am 27. Juni 2002 gegen die ÖVP-Stimmen angenommen hatte, sei vor Monaten ein Gesetzesentwurf für Maßnahmen der Gentechnikvorsorge ausgearbeitet worden. Dadurch solle ermöglicht werden, die Lebensfähigkeit konventioneller und ökologischer Landwirtschaft sowie die biologische Vielfalt zu erhalten. Darüber hinaus werde auch ein eigener Förderungsgrundsatz zu Gunsten gentechnikfreier Bewirtschaftungszonen normiert, erläutert der freiheitliche Klubobmannstellvertreter.

Nach dem jetzt von Österreichs EU-Kommissar Franz Fischler prognostizierten, unmittelbar bevorstehenden Falles des bestehenden Moratoriums für die Zulassung von GVO, werde auch in Kärnten mit einem zunehmenden Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft zu rechnen sein. Umso mehr seien jetzt Mut und politischer Wille gefordert ein landesgesetzliches Genehmigungsverfahren für die GVO-Freisetzung in Kraft zu setzen, privatrechtliche Vereinbarungen für einen freiwilligen GVO-Verzicht zu unterstützen, gebietsweise Gentechnikverbote festzulegen und landwirtschaftliche Förderungen nur bei Verwendung von nicht-genmanipulierten Saatgutsorten zu gewähren.

Inakzeptabel in der Gentechnikfrage sei das inhaltslose Herumlavieren der bäuerlichen Interessensvertretung. Die Kärntner Landwirtschaftskammer starre zuwartend und wie gebannt nach Brüssel und Wien, anstatt für die weitere ökologische Orientierung im "Feinkostladen Kärnten" zu kämpfen. "Kärnten jedoch muss gentechnikfrei bleiben!", schloss Gallo.

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