"Wir lassen uns nicht verkaufen, Herr Pühringer!"

Protestaktion gegen Totalverkauf in den betroffenen Voest-Gemeinden

Linz (OTS) -

"Wir 78 Engerwitzdorfer Voestler lassen uns nicht

verkaufen, Herr Pühringer!". Dieses Protestplakat steht neben der Ortstafel. Derartige Tafeln stehen derzeit in vielen Gemeinden, in denen eine größere Anzahl von Voestlern mit ihren Familien wohnt. Die SPÖ will damit nicht nur ihren Protest gegen den drohenden Totalausverkauf bei der ÖIAG zum Ausdruck bringen. "Wir wollen auch gemeinsam mit den betroffenen Pendlern verdeutlichen, dass hinter dem wirtschaftspolitisch unsinnigen Deal Menschen stehen, um deren Schicksal es geht. Und dass Landeshauptmann Pühringer die Voestler im Regen stehen lässt, weil er nach wie vor für den 100prozentigen Verkauf eintritt", erläutert SP-Landesgeschäftsführer Reinhard Winterauer.

Winterauer: "Bei der Voest darf es nicht um ein gutes Geschäft unter Freunden gehen. Es geht um die Wirtschaftskraft einer ganzen Region. Und es geht unmittelbar um 14.500 Beschäftigte und ihre Familien, also insgesamt um 45.000 Menschen. Ihre Existenz steht auf dem Spiel, gefährdet von einer ÖVP, die ihre Wirtschaftskompetenz endgültig verloren hat. Die SPÖ Oberösterreich schaut diesem Ausverkaufspoker ganz bestimmt nicht tatenlos zu. Wir kämpfen mit den Voestlern, die den Konzern mit ihrer hervorragenden Arbeit zur Weltgeltung gebracht haben, für den Erhalt ihres Unternehmens!" "Allein rund 4000 Mühlviertler - exakt 3946 - haben ihren Arbeitsplatz in der Voest. 1281 im Bezirk Freistadt, 991 im Bezirk Perg, 863 im Bezirk Urfahr-Umgebung und 811 im Bezirk Rohrbach. Die Voest ist der wichtigste Arbeitgeber für das Mühlviertel, tausende Familien müssen bangen, dass das Unternehmen in der Gesamtheit erhalten bleibt. Nicht zu reden von tausenden Zulieferbetrieben, deren wirtschaftliches Überleben an die Zukunft der Voest geknüpft ist", zeigt Winterauer auf.
Von einer Voest-Zerschlagung massiv betroffene Städte und Gemeinden wären neben Linz-Stadt mit 2673 Voestlern z.B. Leonding (413), St. Georgen/Gusen (268), Traun (171), Freistadt (141), Asten (140) oder Pregarten (119).
"Der Vorschlag von LH Pühringer bringt keine Sicherheit für die 14.500 Arbeitsplätze, immer mehr namhafte Wirtschafts- und Rechtsexperten warnen davor. Die einzige Sicherheit für eine gute Voest-Zukunft ist die Lösung, für die LH-Stv. Erich Haider mit der SPÖ Oberösterreich kämpft: 25 Prozent plus eine Aktie müssen bei der öffentlichen Hand bleiben! Es darf nicht die Zukunft von 45.000 Menschen mit verkauft werden, weil sich Pühringer in Wien nicht durchsetzen kann, weil Schüssel seine Abfangjäger will und Grasser seine Freunde bedienen möchte", schließt Winterauer.

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