AKNÖ-Staudinger: Gesundheitssystem in Deutschland und Österreich nicht vergleichbar

Krankenversicherungsbeiträge in Deutschland doppelt so hoch

Wien (AKNÖ) – Zur Debatte um das Gesundheitssystem hält der Präsident der AKNÖ Josef Staudinger fest: "Das österreichische Gesundheitssystem zählt nach wie vor zu den besten der Welt. Es verbindet eine vorbildliche medizinische Versorgungsqualität mit dem Anspruch sozialer Gerechtigkeit". Deutsche Gesundheitspolitik sei nicht auf österreichische Verhältnisse umlegbar. Zum Beispiel seien in Deutschland die Krankenversicherungsbeiträge doppelt so hoch wie in Österreich. Staudinger warnt davor, den deutschen Weg einzuschlagen: "Dieser Weg ist der falsche Weg. Unsere Zielsetzung kann es nicht sein, sich Gesundheit über Selbstbehalte, einer Reduzierung der Krankenversicherungsbeiträge, der Abschaffung des Krankengeldes oder die Umwandlung der Pflichtversicherung in die Versicherungspflicht erkaufen zu müssen."****

Für eine sinnvolle Reform gäbe es viele gute Ideen: "Eine Finanzierung über wertschöpfungsbezogene Elemente, eine Zweckbindung der Tabak- und Alkoholsteuer und erhebliche Einsparungen bei Medikamenten könnten das bewährte System stärken". "Für uns Interessenvertreter hat das Wort ‚Reform’ seit der Pensionsreform einen bitteren Beigeschmack. Deshalb hoffe ich, dass diesmal von Beginn an der Dialog mit den Sozialpartnern gesucht wird". Es dürfe auf keinen Fall passieren, dass beispielsweise eine Bypassoperation ab einem bestimmten Alter aus Kostenüberlegungen nicht mehr durchgeführt werde.

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