Scheuch: Erschließung des Pasterzengletschers - Interessen des Mölltales müssen gewahrt werden

Klagenfurt, 2003-07-22 (fpd) Erstaunt und betroffen zeigte sich heute der freiheitliche Landtagsabgeordnete Kurt Scheuch über die völlig unverständlichen Äußerungen von Landesrat Wurmitzer betreffend die weitere Erschließung des Pasterzengletschers.

Eine der wichtigsten Maßnahmen im touristischen Bereich einer ohnehin wirtschaftlich schwachen Region mit einer Gesprächsverweigerung zu beantworten sei gegenüber den Interessen des Oberkärntner Raumes gelinde gesagt als grob fahrlässig zu bezeichnen. Scheuch: "Wurmitzer sollte sich nicht als Gralshüter des Nationalparks aufspielen, sondern eher versuchen durch konstruktive Gespräche eine Annäherung der beiden Standpunkte zu erreichen, um letztendlich auch die Akzeptanz gegenüber dem Nationalpark und dem Alpenverein auf längere Zeit abzusichern".

Die Panikmache, welche von Wurmitzer betreffend der internationalen Anerkennung des Nationalparkes im Zusammenhang mit der weiteren Pasterzenerschließung gemacht werde, entbehre auch jeglichem Wahrheitsgehalt. Vielleicht sollten einmal die internationalen Richtlinien zur Anerkennung von Nationalparks auch von den Verantwortlichen genauer gelesen werden. Denn in diesen Bestimmungen sei ganz klar definiertm dass die Interessen der eingeborenen Bevölkerung auch in touristischer Sicht zu wahren sind. Überdies empfiehlt Scheuch dem Gemeindereferenten auch einmal ein Gespräch mit den Bürgermeistern des Mölltales zu führen, um auch deren Meinung und somit die Stimmung der Mehrheitsbevölkerung in einer Talschaft abzufragen und sich nicht von selbst ernannten Naturschützern instrumentalisieren zu lassen. An die Adresse des Alpenvereins meint Scheuch, dass es von großer Wichtigkeit für die Zukunft sein werde, Interessen des Naturschutzes und des Tourismus gegeneinander abzuwägen und tragfähige Allianzen für die Zukunft zu bilden, bei denen aber vor allem die ortsansässige Bevölkerung als Gewinner hervorgehen sollte, erklärte Scheuch.

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