Tancsits: Mehrheit mit atypischer Beschäftigung zufrieden

Wichtiges Instrument für Studenten und zum Berufseinstieg

Wien, 22. Juli 2003 (ÖVP-PK) ÖVP-Sozialsprecher Abg.z.NR Mag. Walter Tancsits wies heute, Dienstag, die Kritik des ÖGB an der wachsenden Zahl atypisch Beschäftigter zurück. "Die meisten Menschen, die in atypischen Beschäftigungsverhältnissen tätig sind, sind mit ihrer beruflichen Situation zufrieden", sagte Tancsits. ****

"Vor allem Studenten schätzen die Möglichkeit flexibler Zeiteinteilung", sagte Tancits und verwies auf die Ergebnisse der von der Lechner- Reiter und Riesenfelder Sozialforschungs OEG erstellten Studie "atypische Arbeitsverhältnisse". Darin stelle Studienautor Andreas Riesenfelder fest, dass nur fünf Prozent der atypisch Beschäftigten wirklich unzufrieden seien.

Atypische Beschäftigungsverhältnisse seien zudem ein wichtiges Instrument für einen Berufseinstieg oder auch für einen Wiedereinstieg, das auch von den Dienstnehmern so gewollt werde.

Die von ÖGB und Arbeiterkammer wiederholt vorgebrachte Kritik, dass atypische Arbeitsformen oft weniger sozial- und arbeitsrechtlichen Schutz bieten würden, weist Tancsits zurück. Zwei Drittel der atypischen Arbeitnehmer hätten laut Studie eine sozialversicherungsrechtliche Absicherung anderer Art und seien Pensionisten, Studenten, Schüler, Hausfrauen oder Personen mit einem aufrechten "echtem" Dienstverhältnis, die etwas dazuverdienen wollen. Im Regierungsprogramm sei zudem die verpflichtende Ausstellung eines Dienstzettels für freie Dienstnehmer festgeschrieben, so Tancsits abschließend.

Grundsätzlich sei aber festzuhalten, dass das Sozialsystem und das Arbeitsrecht in Zukunft stärker auf die veränderten Bedingungen in der Arbeitswelt eingehen müssen. Ein modernes Arbeitsrecht und ein Sozialsystem, das auch Lösungen für atypische Arbeitsverhältnisse anzubieten hat, seien die Voraussetzung dafür. Mit dem bloßen Festhalten an Bestimmungen aus dem beginnenden 20. Jahrhundert sei dagegen niemandem geholfen.

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