Scheele zu Gentech-Koexistenz in der Landwirtschaft: Jetzt sind die Mitgliedstaaten gefordert!

Wien (SK) "Die Frage der Koexistenz, also das Nebeneinander
von gentechnikfreier Landwirtschaft und landwirtschaftlicher Produktion unter Einsatz von GVO, wird nicht allein durch Leitlinien der EU-Kommission geklärt werden. Jetzt sind vor allem auch die Mitgliedstaaten am Zug!" Karin Scheele, SPÖ-Europaabgeordnete und EP-Berichterstatterin für die kürzlich beschlossene Verordnung über die "Zulassung und Kennzeichnung genetisch veränderter Lebens- und Futtermittel", betonte am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst, dass die Mitgliedstaaten ihre Möglichkeiten voll ausschöpfen müssen. "Wir haben im Europäischen Parlament dafür gekämpft, dass die Staaten geeignete Maßnahmen ergreifen können, um die unbeabsichtigte Vermischung genetisch veränderter Produkte mit konventionellen Produkten zu verhindern. Es liegt nun an den nationalen Regierungen, Konzepte und Vorschläge auszuarbeiten, um sichere GVO-freie Regionen zu ermöglichen." ****

Dass die EU-Kommission Leitlinien vorlege, sei daher nur ein Teil der Problemlösung. Ebenso wichtig, so Scheele, sei es, dass die Mitgliedstaaten sich nicht nur auf die Kommission verlassen und darauf warten, was Brüssel vorschlägt. "Was hätte etwa Landwirtschaftsminister Pröll daran gehindert, die letzten Wochen intensiv dafür zu nutzen, um Vorschläge auszuarbeiten, die den Bedürfnissen von konventionellen Landwirten und Biobauern Rechnung tragen?"

Praktikable Lösungen zur Koexistenz und die im EU-Parlament beschlossene strenge Kennzeichnungspflicht von genetisch veränderten Lebensmitteln seien die Voraussetzung dafür, dass gentechnikfreie Landwirtschaft auch in Zukunft eine Chance habe. Denn seitens der Konsumenten bestehe eine hohe Bereitschaft, auf konventionelle, GVO-freie Produkte zurück zu greifen. "Jetzt muss die Bundesregierung aktiv werden und entsprechende Rahmenbedingungen schaffen", so Scheele abschließend. (Schluss) ml/um/mp

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