Schwarzböck fordert: Dürre-geschädigte Bauern nicht im Stich lassen

Präsidentenkonferenz verlangt Soforthilfen aus EU- und nationalen Mitteln

Wien (AIZ) - "Die Rekordhitze dieses Sommers hat auch in
Österreich zu spürbaren Ernteausfällen in der Landwirtschaft geführt. Ein erster Überblick zeigt, dass Landwirte bei den Erträgen bei Getreide und Ölfrüchten in manchen Regionen Ausfälle von mehr als 50% zu verzeichnen hatten. Ein bald einsetzender und ausreichender Regen könnte spätere Kulturen, wie Mais und Zuckerrüben, noch retten, bleibt dieser jedoch aus, ist auch hier mit dem Schlimmsten zu rechnen. In manchen Regionen müssen die Bauern nun schon das vierte Jahr hintereinander schwere Schäden durch anhaltende Trockenheit verkraften. Das ist aus eigener Kraft nicht mehr möglich, hier muss geholfen werden. Wir unterstützen daher den Landwirtschaftsminister in seiner Forderung nach Hilfe für die betroffenen Betriebe durch Vorziehung der EU-Herbstprämien, erwarten jedoch auch nationale Unterstützung, wie sie auch in den Nachbarländern bereits angelaufen ist", verlangte der Vorsitzende der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern, Rudolf Schwarzböck, heute in einer Aussendung.

Konkret verlangte Schwarzböck das frühzeitige Auszahlen der erst im Herbst fälligen EU-Prämien, da auf diese Weise die Bauern in die Lage versetzt werden, Ersatzfutter zuzukaufen. Des Weiteren sind für die geschädigten Betriebe auch Mittel aus dem Katastrophenfonds der EU zur Verfügung zu stellen. Auch in der Ersatzbeschaffung für Futtermittel müssen die Vieh haltenden Betriebe Unterstützung bekommen. "Doch nicht nur Brüssel, auch Österreich ist gefordert. So sind in einer Reihe von Nachbarländern bereits Hilfsmaßnahmen für geschädigte Bauern angelaufen. Österreich darf seine schwer betroffenen Betriebe nun nicht im Stich lassen und muss ebenfalls Hilfsaktionen in die Wege leiten. Wir erwarten hier rasch Ergebnisse im Sinne der von der Dürre geschädigten Landwirtschaft", so Schwarzböck.
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