Schabl: Gesundheitsreform in Österreich nicht zu Lasten der PatientInnen

Eigenständiger Weg Niederösterreichs uns seiner Gesundheitsregionen hat sich bewährt

St. Pölten, (SPI) - Eine Diskussion über eine grundsätzliche Reform des Gesundheitswesen ist auch in Österreich notwendig und sie wird geführt Es können jedoch die Verhältnisse in Deutschland nicht eins zu eins auf Österreich umgelegt werden - und wer dies zu tun gedenke, der täte gut daran, diese Diskussion mit mehr Tiefgang vor allem mehr fachlichem Hintergrund zu tätigen", kommentiert Niederösterreichs Gesundheitsreferent LR Emil Schabl heutige Aussagen von Christian Köck.****

Es gibt sicher noch auch in Österreich das eine oder andere Spitalsbett zuviel. Man darf aber nicht vergessen, dass in Österreich mit der Einführung des Österr. Krankenanstaltenplanes bereits in den letzten Jahren Betten drastisch reduziert worden sind. Das Bundesland Niederösterreich hat vor über 20 Jahren unter Mithilfe des damaligen Klubobmannes und späteren Gesundheitsreferenten LR Dr. Brezovsky bereits einen Bettenplan im NÖ Raumordnungsprogramm für das Gesundheitswesen erstellt und damals ein Zuviel an Betten gar nicht erst zugelassen. Das war auch der Grund warum Niederösterreich kein Problem hatte die Vorgaben auf Bundesebene im Bereich der Spitalsbetten durch geringe Adaptierungen zu erfüllen.

"Wir bekennen uns in Niederösterreich zum eigenständigen Weg der fünf NÖ Gesundheits-Versorgungsregionen, innerhalb deren auf Basis eines abgestuften Versorgungskonzeptes die Unterbringung und medizinische Betreuung der Bevölkerung in der Heimatregion erfolgt. Die Gesundheitsregion werden künftighin noch viel intensiver mit dem Spitalsaufenthalt folgenden Rehabilitationseinrichtungen, den Pflegeheimen, den sozialen Diensten und dem niedergelassenen Bereich zusammenarbeiten und so eine Gesundheits- und Sozialregion zu bilden. Hier laufen in vielen Bereichen bereits entsprechende Projekte der engeren Vernetzung. Damit wird es auch gelingen die sogenannten "Nahtstellen" zwischen den einzelnen Versorgungsbereichen zu schließen und Doppelgleisigkeiten zu verhindern. Gleichzeitig könnte die Qualitätssicherung und das Controlling, wie sie in den Spitälern betrieben wird, auch von den anderen Gesundheitsversorgern, beispielsweise der niedergelassenen Ärzteschaft übernommen werden", so Schabl weiter.

"Die Darstellung von Köck, dass viele PatientInnen unsere Spitäler ‚unnötig' aufsuchen bzw. es ‚unnötige' Leistungen und Untersuchungen gäbe, ist strikt zurückzuweisen. Die Gesundheit der Menschen ist das wertvollste Gut. Hier bedarf es sicher einem ‚Mehr an Augenmaß' und eine ausschließliche Fokussierung auf die Kosten sollte hier nicht Platz greifen. Denn das billigste Gesundheitssystem ist jenes, welches es überhaupt nicht gibt - und das will sicher niemand", so Schabl abschließend.
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