Mitterlehner: Strukturreformen sind wichtigste Basis der Gesundheitsreform

Mehr Eigenverantwortung an Stelle von Beitragserhöhungen

Wien (PWK 491) - Anlässlich der aktuellen Debatte um die Gesundheitsreform in Deutschland betont Reinhold Mitterlehner, Generalsekretärstellvertreter der Wirtschaftskammer Österreich, die besondere Bedeutung einer strukturellen Reform im Gesundheitswesen:"Ohne eine Veränderung der Strukturen, die eine Steigerung der Effizienz und Effektivität in der Sozialversicherung bewirken, ist keine langfristige Lösung möglich." Hier werde Österreich sicherlich deutlichere Maßnahmen setzen als dies bislang in Deutschland geschehen ist. Neue Modelle der Kooperation und Koordination werden angestrebt. So müsse zwischen dem niedergelassenen, ambulanten und stationären Bereich ein Anreizsystem geschaffen werden, die Finanzmittel effizienter einzusetzen, damit jeder Bereich jeweils die Aufgabe erfüllt, die seinen Ressourcen optimal entspricht, so Mitterlehner.

Intelligente und nachhaltige Strukturreformen machen eine Diskussion über Beitragserhöhungen entbehrlich. "Denn Ziel muss es sein mehr Eigenverantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen anstatt Finanzierungslücken durch Beitragserhöhungen, die zu Lasten des Wirtschaftsstandorts gehen, abzudecken", stellt Mitterlehner klar. "Gesundheit ist ein kostbares Gut, daher sollte die Diskussion über die Strukturreform eines neuen Gesundheitssystems aus dem tagespolitischen Hickhack möglichst herausgehalten und der gesellschaftspolitische Konsens in den Vordergrund gestellt werden." (Ne)

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